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Raphaela Rey bei der Preisverleihung – im selbst genähten Kleid.

Auszeichnung auf Bundesebene

Deutschlands beste Nachwuchs-Modenäherin kommt aus Jakobneuharting

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Jakobneuharting - Angefangen hat die Mode-Karriere von Raphaela Rey aus Jakobneuharting (Gemeinde Frauenneuharting) mit einem schlichten Volkshochschul-Kurs in Grafing. Jetzt wurde sie als beste Nachwuchs-Modenäherin Deutschlands ausgezeichnet.

In dem Vhs-Kurs lernte Raphaela in ein paar Stunden, wie man mit einer Nähmaschine umgeht. „Da habe ich gemerkt, dass ich ganz gut nähen kann“, sagt die 22-Jährige. Auf diesen Trichter sind inzwischen auch andere gekommen: Raphaela Rey ist von der Industrie- und Handelskammer (IHK) als beste Nachwuchs-Modenäherin Deutschlands ausgezeichnet worden.

„Mode ist einfach meins“, sagt Rey über sich. Als sie vor einigen Jahren bei einer Modekette als Verkäuferin jobbte, ist ihr das bewusst geworden. Was sie aber immer gestört hat: „Viele Teile haben nicht hundertprozentig gepasst, oder ich hätte sie gerne in einem anderen Stoff oder einer anderen Farbe gehabt.“ Darum der Kurs bei der Volkshochschule.

Ihr erstes Oberteil, das Rey dort genäht hat, hängt immer noch bei ihr im Schrank, als Erinnerungsstück. Die Ausbildung hat sie bei der Modemarke René Lezard im unterfränkischen Schwarzach absolviert. Dort näht sie Musterteile für die neuesten Kollektionen.

„Viel Übung“, erklärt Rey, warum sie in ihrem Handwerk so gut geworden ist, dass sie nun zur bundesweit besten Auszubildenden ihres Fachs gekürt wurde. „Ich trenne auch viel wieder auf, was nicht perfekt geworden ist.“

Sie liebt das Kreative an ihrem Beruf, „und dass viel Handwerk dabei ist“. Dabei bricht sie eine Lanze für ihr Handwerk, das sie als „sehr wenig geschätzt“ empfindet: „Es geht nicht darum, alles möglichst günstig zu herzustellen. Ich will Kleidung mit Qualität nähen, an der man lange Freude hat.“

Für ihre Karriere hat sie sich schon neue Ziele gesteckt: Bald geht es zurück nach München. Dort will Rey für ein Atelier arbeiten, das Brautmode und Dirndl fertigt. Und die Meisterschule absolvieren. Denn sie will sich selbstständig machen: „Irgendwann ein eigenes Atelier, das wäre mein Traum“, sagt die Modenäherin.

Dieses Atelier wird aber wohl eher nicht in London, Paris oder New York sein, auch wenn das die Mekkas der Modebranche sind. Lieber möchte Rey in München bleiben, nicht weit vom heimischen Jakobneuharting, wo Freunde und Familie sind. „Da sind ja alle meine Leute, das ist meine Heimat“, sagt sie.

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