Werbeplakat der Firma Amplus in Frauenneuharting. Die Firma bietet an, das komplette Gemeindegebiet mit neuester Technik zu versorgen.
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Werbeplakat der Firma Amplus in Frauenneuharting. Die Firma bietet an, das komplette Gemeindegebiet mit neuester Technik zu versorgen.

Ganze Gemeinde könnte schnelles Internet bekommen – wenn alle mitmachen

Frauenneuharting: Einöden und Weiler sollen ans Glasfasernetz

Neues vom Breitbandausbau in der Gemeinde Frauenneuharting, Die Firma Amplus verspricht schnelles Internet - wenn alle mitmachen.

Frauenneuharting – Noch ist der Breitbandausbau in der Gemeinde Frauenneuharting nicht abgeschlossen. Bislang – in der so genannte Phase 1 – wurden lediglich die Ortsteile Lauterbach, Eschenlohe und Gersdorf ans schnelle Internet angeschlossen. Allerdings wurde im damaligen Förderverfahren – den Zuschlag hatte die Deutsche Telekom bekommen – nur die Kabelverzweiger bestückt, heißt, von den Verteilerkästen führen nach wie vor die alten Kupferkabel in die Haushalte.

In Phase 2 und 3 will man nun die Einöden und Weiler der Gemeinde ans Glasphaser-Netz anschließen. Die Ausschreibung dafür hat das niederbayerische Unternehmen Amplus AG gewonnen. Diesmal werden die Glasfaserkabel direkt an jede Grundstücksgrenze gelegt. Die Verlegung des Kabels in das jeweilige Gebäude muss der Hauseigentümer dann allerdings selbst bezahlen. Kostenpunkt: 800 Euro.

Firma wird aktiv, „wenn die Bürger das wollen“

Da der Hauptbereich der Gemeinde bereits seit Jahren über eine Internetgeschwindigkeit von 30 Mbit/s verfügt und damit nicht förderungswürdig ist, wäre damit der Breitbandausbau in Frauenneuharting abgeschlossen. Wäre da nicht ein Vorschlag der Amplus AG. Die Firma aus Teisnach bietet an, auf eigene Rechnung auszubauen und das komplette Gemeindegebiet mit neuester Technik zu versorgen, auch die Bereiche, die bereits über 30 Mbit/s verfügen. Das betrifft die Ortsteile/Weiler Lauterbach, Frauenneuharting Ortszentrum, Tegernau, Gersdorf, Eschenloh, Schaurach, Haus, Jakobneuharting, Lindach, Bartlmühle, Alme, Gersdorf und Haging. Internet-Bandbreiten bis zu einem Gigabit wären möglich – „wenn es die Bürger wollen,“ erklärt Pressesprecher Christoph Oellers.

Mindestens 80 Prozent müssen mitmachen

Die Pläne des Unternehmens erläutert Frauenneuhartings Bürgermeister Eduard Koch (Wählergemeinschaft Frauenneuharting): „Mindestens 80 Prozent aller Grundstückseigentümer müssen mitmachen. Das bedeutet, dass man sein Einverständnis dafür geben muss, dass im Vorgarten aufgegraben werden darf. Wenn diese Quote erfüllt ist, müssen ferner 45 Prozent der Haushalte bereit sein, ihren Provider zu wechseln und einen Vertrag mit der Amplus AG abschließen.“

Der Amplus-Sprecher dazu: „Wer mitmacht, bekommt kostenlos die Glasfaser bis ins Haus gelegt – zumindest sieben Meter. Ab dem achten Meter muss der Eigentümer etwas beisteuern – 25 Euro je angefangenen Meter, allerdings ist der Preis auf maximal 799,95 Euro begrenzt.“

Nach den Plänen der Amplus AG könnte Ende Juli kommenden Jahres das Glasfasernetz in Frauenneuharting dann seinen Betrieb aufnehmen. Bis zum 30. November läuft für dieses Vorhaben nun die Vorvermarktung. Bis dahin müssen sich die Frauenneuhartinger entscheiden, ob sie das wollen oder nicht. Über den Ausbauvorschlag informieren können sie sich bei der zentralen Beratungs-Hotline des Unternehmens (Telefon: 09923 - 8045 1760) oder per E-Mail unter ausbau@amplus.ag. Einmal in der Woche sind amplus-Mitarbeiter auch vor Ort. Im ehemaligen Volksbankgebäude in der Hauptstr. 14 ist ein Beratungsstützpunkt eingerichtet. Öffnungszeiten: jeden Freitag von 14 – 19 Uhr und samstags von 9 – 12.30 Uhr.

Bürgermeister Koch jedenfalls unterstützt diesen Plan und hofft, dass alle mitziehen: „Wenn die Zahlen zusammenkommen, wäre die komplette Gemeinde mit schnellstem Internet versorgt. Das ist doch eine Investition in die Zukunft.“ Und ergänzt: „Wir können mehr als wir dachten.“  

pke

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