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Die Jakobneuhartinger und ihr abgebrochener Baum beim Maibaummessen der Ebersberger Zeitung.

„Vielleicht hatte er schon einen Knacks“

Jakobneuhartinger Maibaum bricht bei Diebstahl

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Der Jakobneuhartinger Maibaum ist nach dem Diebstahl durch Anzinger Burschen um ein paar Meter kürzer. Die Geschichte eines Missgeschicks.

Jakobneuharting - „Des duad uns furchtbar leid, dass des passiert ist“, sagt Michi Springer, Vorstand der Anzinger Burschen. „Und das ausgerechnet bei unserem Patenverein.“ Was war denn da los?

Die Anzinger haben eines Morgens kurz nach 6 Uhr den Jakobneuhartingern ihren Maibaum gestohlen. Aber danach war er nicht mehr ganz wie vorher. Es fehlen ihm nämlich seither ein paar Meter. Er war beim Diebstahl abgebrochen. „Vielleicht hat er vorher schon einen kleinen Knacks gehabt“, wundert sich Springer ehrlich. Um wie viel ist der Baum jetzt kürzer? „Ich kann es echt nicht sagen“, bemüht sich der Vorstand der Anzinger Burschen verbal um Schadensbegrenzung.

Der Schriftführer der Jakobneuhartinger, Jakob Ossenstetter hingegen weiß es genau: „Es sind vier Meter“, sagt er. Die Anzinger haben aber bereits schuldbewusst eine Wiedergutmachung angeboten. „Da wird noch verhandelt“, berichtet Ossenstetter. Die Mitglieder des Vereins seien sich einig: „Da dürfen sich die Anzinger etwas einfallen lassen.“ Und das haben die bereits: Als Entschädigung für den beim Stehlen abgebrochenen Maibaum wird für die Jakobeuhartingern ein Bus gechartert, damit die damit zum Anzinger Weinfest fahren können, wo ein jeder Bursch eine Flasche Wein bekommt und eine Brotzeit. „Und wenn es ein paar mehr sind, ist uns das auch recht“, kündigt Springer an. „Das ist echt kein Scheiß“, sagt er grundehrlich.

Springer war selbst nicht dabei, als das Malheur passierte. „Da war ich bereits in der Arbeit“ sagt er. Er weiß bloß so viel: Zwischen Jakobneuharting und Traxl ist der Baum beim Transport plötzlich auseinandergebrochen. Wer weiß, vielleicht musste er sich ja einem besonderen „Biegsamkeitstest“ unterziehen, damit er aus seiner Lagerstätte im Gewerbegebiet in Frauenneuharting herausgeholt werden konnte.

So ganz genau lassen sich weder die Jakobneuhartinger noch die Anzinger Burschen über den Vorgang aus. Fest steht zumindest, dass damit ein altes Maibaumklau-Gesetz verletzt wurde. Das besagt nämlich, dass der Baum beim Stehlen nicht beschädigt werden darf. Gestiftet hat den Stamm übrigens die Brauerei Wildbräu aus Grafing. Und mit seinen ursprünglichen 32 Metern Länge hätte der Stamm auf alle Fälle eine Chance gehabt auf einen der vorderen Plätze beim jährlichen Maibaum-Wettbewerb der Ebersberger Zeitung. Aber wer weiß, vielleicht schneiden die Jakobneuhartinger Burschen mit der üppigen Brotzeit, der Busfahrt nach Anzing zum Weinfest und mit der dort auf sie wartenden Brotzeit am Ende sogar besser ab, als wenn sie beim Maibaummessen einen der ersten Plätze gemacht hätten. Kein Schaden ohne Nutzen

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