Viele Zimmer statt ein Saal

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Frauenneuharting - Der Frauenneuhartinger Gemeinderat segnet den Umbau in der Post ab, das Lagergebäude an Mehrzweckhalle macht Fortschritte.

Dieser Saal ist schon lange nicht mehr in Betrieb. Deswegen ist der Umbau in der Post in Frauenneuharting auch kein Verlust eines Veranstaltungsortes für die Gemeinde. Eher ein Gewinn. Es gibt zusätzlichen Wohnraum.

In der jüngsten Sitzung hatte sich das Ratsgremium mit einer entsprechenden Nutzungsänderung zu befassen. Aus dem ehemaligen Veranstaltungssaal sollen Kleinwohnungen werden. „Eigentlich Zimmer mit einer Nasszelle“, berichtet Bürgermeister Eduard Koch. „Ich bin schon seit 1988 in Frauenneuharting und wüsste nicht, wann da noch einmal eine Veranstaltung gewesen wäre“, meint er. Natürlich ging es dabei auch um den Brandschutz. Die Ratsmitglieder erteilten ihr Einverständnis. Wer in die Kleinwohnungen einziehen wird, darüber herrscht derzeit noch Unklarheit. „Das ist Sache des Eigentümers. Wir hatten uns nur mit den baurechtlichen Fragen zu beschäftigen.“

Um eine Baumaßnahme größeren Umfangs geht es auch beim Anbau an die Mehrzweckhalle. Schon lange hatte sich die Gemeinde mit dem Gedanken getragen, hier ein Gebäude zu errichten, in das Stühle und Tische aus der Mehrzweckhalle eingelagert werden können und das von der Schule und vom Turnverein als Lager genutzt werden kann. In der jüngsten Sitzung wurden die Estrich- und Fließenarbeiten, die Arbeiten an den Außenanlagen und die Malerarbeiten vergeben. Insgesamt wurden 420 000 Euro in den Haushalt eingestellt. Koch befürchtet, dass dieser Betrag ausgeschöpft werden muss.

Kosten entstehen der Kommune auch in einem anderen Zusammenhang, und das wurde knapp mit einer Patt-Abstimmung abgesegnet. Die Gemeinde wird sich an den Investitionskosten zum Regenrückhaltebecken Frauenneuharting Ost beteiligen. Kurios: Nachdem der Beschlussvorschlag vorsah, sich finanziell nicht zu beteiligen, war er bei Stimmengleichheit abgelehnt worden. Deshalb wird die Kommune jetzt zur finanziellen Beteiligung den Geldbeutel aufmachen müssen. Das ist aber unter dem Gesichtspunkt gerecht, als die Gemeinde selbst Volumen dieses Regenrückhaltebeckens in Anspruch nimmt, weil das Wasser ihrer eigenen Dachflächen nicht vollständig auf eigenem Grund versickern kann.

Zurückgestellt wurde hingegen der gemeindliche Beitritt zum Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München. Der Bürgermeister hält einen Beitritt, wie er übrigens von den allermeisten Kommunen im Landkreis bereits getätigt wurde, für einen Vorteil. Man arbeite zwar bisher schon mit Architekten und Planern zusammen. Trotzdem biete ein Beitritt die Möglichkeit für die Kommune, im Bedarfsfall schnell zu reagieren. Die Informationsgrundlage, auf der der Beschluss fallen sollte, war den Gemeinderäten jedoch zu dünn. Koch wurde beauftragt, zusätzliche Details dazu vorzulegen. Dann soll der Vorgang noch einmal dem Ratsgremium zur Entscheidung vorgelegt werden.

Der letzte Tagesordnungspunkt war dann mit einem kleinen Dank an den örtlichen Feuerwehrkommandanten verbunden. Denn der hatte das kommunale Notstromaggregat über Jahrzehnte gewartet und gepflegt, damit es im Ernstfall auch einsatzbereit war.

Die Gemeinde Frauenneuharting hat inzwischen ein neues, modernes Gerät beschafft und dem Kommandanten für seinen lange andauernden Einsatz das alte Teil überlassen.

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