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Der Stetter Franz macht‘s

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Dieses Quartett führt ab sofort den Theaterverein Markt Schwaben (v. l.): Stephan Buchenrieder (Schriftführer), Ferdinand Maurer (2. Vorsitzender), Franz Stettner (Vorsitzender) und Stefan Lebiotzky (Kassier). © dul

Eine Ära ist beendet. Der Markt Schwabener Theaterverein hat eine neue Führung.

Markt Schwaben – Dass es 2017 in Markt Schwaben keine Weiherspiele geben wird, ist länger bekannt. Dass der langjährige Vorsitzende des Theatervereins, Josef Schmid, bei der Neuwahl heuer im Rahmen der Jahreshauptversammlung nicht mehr antreten wollte, ebenso. Gelöst wurde jetzt das Rätsel um die Nachfolge: Zum neuen Vorsitzenden bestimmten die Mitglieder Franz Stettner, dessen Stellvertreter ist Ferdinand Maurer. Beide waren die einzigen Kandidaten für das jeweilige Amt. Von den 85 wahlberechtigten Anwesenden in der Theaterhalle am Burgerfeld erhielt der neue Vorsitzende in geheimer Abstimmung 70 Ja-Stimmen bei zwei Nein-Stimmen, zehn Enthaltungen und drei ungültigen Stimmen. Für Ferdinand Maurer gab es 62 Ja- und sechs Nein-Stimmen sowie elf Enthaltungen und vier ungültige Wahlzettel.

Per Akklamation wurden mit deutlicher Mehrheit die Schriftführer Stephan Buchenrieder und Kassier Stefan Lebiotzky gewählt.

„Heute hier zu reden ist schwierig“, räumte Josef Schmid ein. „Es gäbe viel zu sagen, und es ist viel passiert.“ Die 32 Jahre Weiherspiele häten ihm viel gegeben und auch viel genommen, fügte der Gründervater der Spiele hinzu. „Die Weiherspiele waren mein Einstieg in die Kultur“, erklärte er. „Ich hatte von Beginn an drei wichtige Sänger und Schauspieler: Elke Deuringer, Hermann Bogenrieder und Maurizio Cecchin.“ Schmid erwähnte viele Aufführungen, „Die Frösche“ hatten beim Publikum den größten Anklang gefunden. 2002 mit „Götterdämmerung“ wurde erstmalig die 20 000-Zuschauer-Marke durchbrochen.

Den Theaterverein habe er 1987 gegründet, das 30-jährige Jubiläum werde heuer im Sommer mit einem Konzert, Jazz-Frühschoppen, Theater und einer Nacht der Kunst drei Tage lang gefeiert. Schmid bedauerte, dass es zuletzt massive Einbrüche bei den Zuschauerzahlen gegeben habe. Das Stück „Planet XX“ habe sein Stellvertreter Fritz Humplmayr als Versuch für die Zukunft inszeniert, er habe auch die finanziellen Einbußen ausgeglichen.

Breite Diskussion lieferte der Finanzbericht vom Kassier Stefan Lebiotzky. Er sprach von unbezahlten Rechnungen aus dem Jahr 2014, die überraschend gestellt worden sind. Auf diese hohe Summe im fünfstelligen Bereich waren wir nicht vorbereitet“, räumte er ein. „Könnte da noch was nachkommen?“, fragte ein Mitglied. „Dann sollten wir den Vorstand besser keine Entlastung erteilen.“

Dazu kam es nicht. Die Abstimmung ergab 61 Entlastungen, 15 Gegenstimmen und neun Enthaltungen. Er werde versuchen, den Theaterverein wieder nach vorne zu bringen, versprach Franz Stettner in seiner Antrittsrede. Der momentane Kassenstand bilde eine solide Basis, auf der man aufbauen könne.  dul

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