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FWG-Bürgerpreis für Hermann Irber, den Mann im Hintergrund

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Preisverleihung zur Mittagsstunde: Ilse Irber, Dritte Bürgermeisterin Karin Kölln-Höllrigl, Bürgerpreisträger Hermann Irber, FWG-Vorsitzender Michael Frank und Laudator Hans Steinbigler (v.li.).  foto: dziemballa
Preisverleihung zur Mittagsstunde: Ilse Irber, Dritte Bürgermeisterin Karin Kölln-Höllrigl, Bürgerpreisträger Hermann Irber, FWG-Vorsitzender Michael Frank und Laudator Hans Steinbigler (v.li.). foto: dziemballa

Poing - Zum 18. Mal hat die Freie Wählergemeinschaft Poing ihren Bürgerpreis verliehen. Bekommen hat ihn Hermann Irber, der bei der SG Poing jahrzehntelang die Fäden in der Hand gehalten hat.

Eine Besucherin hat es auf den Punkt gebracht, als sie ihrer Nachbarin zuraunte: „Den Namen habe ich schon oft gehört, aber heute sehe ich ihn zum ersten Mal.“ Hermann Irber, 72, ist der Mann im Hintergrund der Sportgemeinschaft (SG) Poing, der mit 2500 Mitgliedern und rund 70 Übungsleitern mit Abstand größte Verein in Poing. Warum die Freie Wählergemeinschaft (FWG) ausgerechnet ihn den Bürgerpreis verleiht, erläuterte FWG-Urgestein Hans Steinbigler in seiner Laudatio vor etwa 70 Gästen im Hotel Poinger Hof: „Der Vorstand hat sich seines Leitbildes besonnen, Bürger auszuzeichnen, die nicht im Rampenlicht stehen. Hermann Irber arbeitet bescheiden, aber effektiv.“ Das habe er selbst am eigenen Körper erfahren, erzählte Steinbigler mit einem Schmunzeln, als er nach der ersten Trainingsstunde, die Hermann Irber gleitet hatte, am nächsten Tag beim Treppensteigen einen mächtigen Muskelkater verspürt habe.

Von 1978 bis 2002 war Irber technischer Leiter der SG Poing, „er war praktisch für alles zuständig“, sagte Steinbigler. Noch bis heute trainiert der 72-jährige Hermann Irber Senioren im Kraftraum, und selbstverständlich hat er auch beim 40-jährigen Jubiläum, welches die SG heuer gefeiert hat, an allen Ecken und Enden mitgeholfen.

Das hat er auch jahrelang bei der LG Sempt bzw. beim Anzinger Forstlauf. „Der Hermann war dort Zeitnehmer mit der Stoppuhr, bis die technische Zeitnahme eingeführt wurde. Dann hat er beim Forstlauf eben Bratwürste und Getränke verkauft“, berichtete Laudator Hans Steinbigler.

Hermann Irber selbst war zu Tränen gerührt: „Es ist schön und macht Freude, wenn diese ehrenamtliche Arbeit Anerkennung findet.“ Für seine Dankesworte hatte sich der Preisträger von seinem Stuhl erhoben, so dass jeder sehen konnte, welches Gesicht zum Namen Hermann Irber gehört.

Von Armin Rösl

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