Gartler gegen Gentechnik

Ebersberg - Eindeutig gegen die sogenannte "Grüne Gentechnik" im Landkreis Ebersberg ausgesprochen hat sich jetzt die Mehrheit der Mitglieder des Kreisverbandes für Gartenbau und Landespflege.

Die Initiative ging von Rosa und Dietrich Schade vom Gartenbauverein Hohenlinden aus. Eine Vorreiterrolle, die er in seinem Verein seit zwei Jahren noch nicht geschafft habe, soll nun mit vereinten Kräften über den Kreisverband mit allen 22 Gartenbauvereinen öffentlich erreicht werden, so Dietrich Schade. Er hatte zuvor aus seiner Sicht auf die Gefahren der Gentechnik hingewiesen.

Seinen Ausführungen schloss sich eine lebhafte Diskussion an. Verschiedene Stimmen merkten an, dass die angeführten Bedenken wissenschaftlich noch zu wenig gesichert seien. Wie jede neue Hochtechnologie berge die "Grüne Gentechnik" sowohl Risiken als auch Chancen in sich. Deshalb sei es wichtig und richtig, dass diese überaus komplexe Thematik von Experten sehr ausführlich und auch kontrovers diskutiert werde. Die bisherigen Aussagen seien allerdings sehr widersprüchlich und könnten selbst in Fachkreisen nicht abschließend beurteilt werden.

Die Mehrheit stimmte schließlich für den Antrag. "Diese Abstimmung zeigt, wie schwer sich Gartler tun, diesen Antrag öffentlich zu vertreten", so die Kreisvorsitzende Friederike Mugele. "Aber sie können damit regional das Bewusstsein für die Problematik der grünen Gentechnik schärfen."

Die Gartenbauvereine im Landkreis würden auf die möglichen Gefahren der Freisetzung von genmanipulierten Organismen in den Kreisläufen hinweisen, bis die Auswirkungen und die Folgen auch für die Nachfahren eindeutig geklärt seien, so die Kreisvorsitzende.

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