Gaszufuhr komplett abgeschaltet

Gasalarm in Ebersberg: Kita und Häuser evakuiert

Ebersberg - Schreck am Vormittag: Gegen 9.30 Uhr hat am Mittwoch ein Baggerführer eine Gasleitung am Kurt-Rohde-Platz in Ebersberg angebohrt. Eine Kinderkrippe und mehrere Häuser mussten evakuiert werden.

Es war ein 42-jähriger Baggerführer aus dem Landkreis Landshut, der am Mittwochvormittag an einer Baustelle mitten in Ebersberg für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt hatte. Der Mann hatte gegen 9.45 Uhr eine Hauptgasleitung beschädigt.

Aus dem Leck strömte das Gas derart heftig, dass die Feuerwehr die umliegenden Häuser sowie die Kindertagesstätte sicherheitshalber evakuierte.

Evakuiert wurden nicht nur die umliegenden Gebäude, sondern auch die benachbarte Baustelle. Eine Frau, die auf die Verabreichung von Sauerstoff angewiesen ist, wurde durch Sanitätskräfte aus ihrer Wohnung geborgen, aus dem Gefahrenbereich gebracht und weiterhin versorgt.

Knapp 30 Kinder im Alter bis zu drei Jahren und ihre Erzieherinnen mussten die Kinderkrippe, die sich etwa 50 Meter vom Gasleck entfernt befindet, verlassen. In der Eile konnten die Betreuerinnen den Mädchen und Buben noch Schuhe, Jacken und Mützen anziehen, dann gingen alle gemeinsam zu einem in der Nähe gelegenen Spielplatz. "Gut, dass das Wetter mitspielt", sagte Kita-Leiterin Susanne Popp. Von Aufregung oder gar Panik bei den Kindern keine Spur, sie spielten vergnügt.

Die Feuerwehrkräfte aus Ebersberg und Grafing kontrollierten alle Gebäude in der Nähe der Baustelle und baten die Bewohner, ihre Häuser zu verlassen. Die etwa 200 Meter entfernte Kreisklinik war davon nicht betroffen. Polizei und Feuerwehr sperrten die Umgebung ab, damit die Mitarbeiter von Erdgas Südbayern das Gas abdrehen und das Leck voerst notdürftig verschließen konnten. Danach wurden in den Gebäuden Kontrollmessungen durchgeführt. Ebenfalls vor Ort waren auch Kräfte des BRK.

Bilder: Gasalarm in Ebersberg

Bilder: Gasalarm in Ebersberg

Gegen 11 Uhr war die Gefahr gebannt, die Gebäude waren wieder zugänglich, berichtet Einsatzleiter Uli Proske, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Ebersberg. So konnten die Krippenkinder rechtzeitig zum Mittagessen zurück ins Haus.

Ein Verantwortlicher der Gasversorgung (Erdgas Südbayern) hat zunächst den Strom sowie die Gaszufuhr im Gefahrenbereich abgestellt. Weil es sich laut Erdgas-Versorger um eine Hauptleitung handelt, musste die Gaszufuhr im gesamten Bereich der Stadt Ebersberg abgeschaltet werden, teilt die Polizei mit. "Laut Informationen eines Verantwortlichen der Gasversorgung ist erst am späten Mittwochnachmittag mit einer Wieder-Inbetriebnahme des Gasnetzes zu rechnen", heißt es im Polizeibericht an die Presse.

Armin Rösl

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