Dicht an dicht stehen derzeit die Räder am Bahnhof in Baldham. Wenn es nach dem Arbeitskreis Verkehr geht, könnte es bald gegen Bezahlung besonders gesicherte Stellplätze für die Zweiräder geben. Foto: s. Rossmann

Gedankenspiel: Radcenter am Bahnhof

Baldham - Arbeitskreis Verkehr legt Vorschläge mit Angeboten rund um die Drahtesel vor.

Für das Gelände nördlich des S-Bahnhofs in Baldham hat es schon viele Pläne gegeben, vom Kino über einen Bürgersaal bis zur Volkshochschule. Umgesetzt wurde nichts. Inzwischen wurde der marode Kiosk abgerissen. Jetzt schlägt der Arbeitskreis Verkehr vor, dort ein „Radcenter“ zu errichten, möglicherweise als ersten Schritt zu einer Gesamtentwicklung des Areals.

Konkret geht es dabei um Verkauf von Fahrrädern aber auch um eine Werkstatt für Reparatur und Pflege. Dazu Toilette. Gedacht ist zudem an eine Aufladestation für E-Bikes sowie sichere Radplätze gegen Gebühr. Fahrräder sollen dort auch ausgeliehen werden können, beispielsweise für Ausflüge in die Umgebung wie zur Kirche in Möschenfeld, in den Ebersberger Forst, zum Kletterwald oder zum Klimapfad.

Auch einen Kiosk könnte es nach den Vorschägen des AK wieder geben, für Reisebedarf, Bücher, Zeitungen, Kartenverkauf für Veranstaltungen, Imbiss, PC-Ecke sowie Stehtische „für Getränk und Gespräch“.

Auch das Umfeld soll einbezogen werden: Die bestehende Parkfläche für Pkw und Räder sowie die Bushaltestelle könnten nach Vorschlägen des Arbeitskreises optimiert werden mit „Grün und ein paar Stadtmöbel“.

Mit diesen Anregungen könnte laut AK-Sprecher Udo Ricke ein Pilotprojekt entstehen: Das Rad als Zubringer zu Bahn, Stadt und Umland. Das würde zu den vielfältigen Bemühungen und Diskussionen passen, das Rad als umweltschonendes Verkehrsmittel zu integrieren. Verkehrsplaner sprächen vom Umweltverbund, die „Allianz Pro Schiene“ setze auf Bahn und Rad, der MVV habe ein Klapprad entwickelt für den leichteren Zugang zu Bahn und Stationen.

„Wenn es eine Einigung gibt, wie und was auf dem Grundstück zu entwickeln ist, könnte ein Runder Tisch einen Gesamtplan entwickeln“, so Ricke.

Städtebaulich sei das Grundstück ein Filet. Das Radcenter könnte ein Anfang für die Gesamtentwicklung sein, ein „bauästhetisches Gegenüber zum verkorksten Marktplatz und zur Wohnbebauung werden“, so Ricke. „Im Eigentum von Investoren würde vermutlich wieder städtebaulich renditeoptimierter Murks entstehen. Die Gemeinde allein dürfte mittelfristig eine Investition finanziell nicht stemmen können.“ Aber die Bahn zusammen mit der Gemeinde wäre eine Option.

lan

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