Gefahr in Kauf genommen - Kinder haben keinen Anspruch auf Sitzplatz im Schulbus

Glonn - Peter Gröbmayr möchte eine klare Antwort vom Landratsamt Ebersberg. Der CSU-Rat hatte in der Sitzung des Glonner Marktgemeinderats darauf hingewiesen, dass die Schulbusse zum Gymnasium Grafing und zur Realschule Ebersberg seiner Meinung nach völlig überfüllt seien, viele Kinder nur einen Stehplatz hätten.

„Jeder Betrieb muss eine so genannte Gefährdungsanalyse erstellen, aber eine Vielzahl von Kindern ist täglich in den Schulbussen einer potentiell viel größeren Gefährdung ausgesetzt“, erklärte er. Überall würden Sicherheitsstandards gesetzlich massiv gefordert, nur bei den Kindern nicht. „Ich möchte vom Landratsamt wissen, ob hier nicht auch eine Gefährdungsanlayse durchgeführt werden muss und wenn nein, dann will ich wissen, warum“, forderte er mit Nachdruck.

Henry Rüstow, Sachbearbeiter „Schülerbeförderung des Landkreises“ im Landratsamt Ebersberg, kennt das Problem seit Jahren. Immer wieder habe er besonders zu Schulbeginn Anfragen in diese Richtung, erklärte er der Ebersberger Zeitung.

„Es gibt keinen Anspruch auf einen Sitzplatz“, so Rüstow. Jeder Schulbus sei mit einer bestimmten Anzahl an Sitz- und Stehplätzen ausgewiesen, für die Kinder, die stehen müssten, gebe es Haltegriffe. „Die Busse müssen einen gewissen Standard erfüllen, das wird auch überprüft“, so Rüstow. Nur noch Fahrzeuge einzusetzen, in denen es ausnahmslos Sitzplätze gebe, sei „nicht finanzierbar“.

Es würden unterschiedliche Busse eingesetzt und auch regelmäßig der Bedarf abgefragt. Dies gelte insbesondere für das Gymnasium Kirchseeon, das ja noch wachse. „Wir haben dort mit zwei Schulbussen angefangen und sind inzwischen bei drei“, so Rüstow.

„Für das kommende Schuljahr rechnen wir mit einem vierten.“ Im Gymnasim Grafing und der Realschule Ebersberg hingegen blieben die Zahlen derzeit eher konstant.

Von Tanja Beetz

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