Um 11.32 Uhr hieß es gestern: Die Unterführung ist eröffnet. Fotos: dz

Geltinger Unterführung wieder offen

Markt Schwaben - Donnerstag, 11.32 Uhr, Geltinger Unterführung: Nach monatelangen Bauarbeiten - verbunden mit erheblichen Behinderungen in Teilen Markt Schwabens - wurde die Bahnbrücke für den Straßenverkehr wieder freigegeben.

Das Repertoire der Schwabener Marktkapelle ist gewaltig. Auch in ihrer abgespeckten Formation hat sie einiges drauf; etwa den Marsch mit dem Titel „Ins Land hinaus“. Wie passend als musikalischer Einstieg für die Feier zur Wiedereröffnung der Bahnunterführung gestern in den späten Vormittagstunden.

Offiziell ist es eine Wiedereröffnung. Wer noch die alte Unterführung vor Augen hat und sich daran erinnert, dass es hier schon Unfälle mit Todesfolgen gab und steckengebliebene Lkw, für den ist das neue Bauwerk eher eine völlige Neukonstruktion. „Man erkennt nicht mehr viel wieder“, bemerkt dann auch der Chef des Straßenbauamts Rosenheim, Claus-Peter Olk, gegenüber der Heimatzeitung.

Bürgermeister Bernhard Winter spricht von einem Bauwerk, das für Markt Schwaben und die ganze Region große Bedeutung habe. Der Autoverkehr könne zwischen Markt Schwaben und der Flughafentangente bzw. Pliening nun wieder problemlos fließen. Fußgänger und Radfahrer kämen in Zukunft sicher zu ihren Zielen. Und, ganz wichtig, der alte Ortsteil der Marktgemeinde sei nun mit dem Gewerbegebiet und dem Burgerfeld im neuen Ortsbereich bestens verbunden. Auch für einen in Zukunft geplanten Bahnausbau sei man gerüstet. Über die Brücke laufen jetzt fünf Gleise. Das müsse ausreichen für die Zukunft, so Peter Michalek als Vertreter der Bahn.

Winter hob in seiner Ansprache das vorbildliche Zusammenwirken unterschiedlicher Behörden bis hinauf nach Berlin hervor; trotz einiger Verzögerungen am Ende. Und verwies darauf, dass ursprünglich einmal eine Zeitplanung einen Planungsbeginn im Jahr 2014 vorsah. Hier hätten jedoch viele Beteiligte bewiesen, dass sie sich in die Belange einer Gemeinde hineinversetzen könnten, so der Rathauschef.

Der Leiter des Straßenbauamts, Olk, sagte, dass die Straße im Durchschnitt von 12 000 Fahrzeugen täglich befahren werde - in der Spitze werktags von bis zu 15 000. Das alleine rechtfertige den Ausbau. In Kürze werde es noch einen Deckenausbau im Bereich der Kreuzung Erdinger Straße/Ebersberger Straße geben - sowie Deckenarbeiten im Ortsbereich Plienings. Nicht unerwähnt blieb das Vorhaben, zwischen Markt Schwaben und Gelting einen Radlweg zu vervollständigen. Peter Michalek von der Bahn AG lobte die hervorragende Ingenieurleistung. Die neue Brücke habe für die bahntechnische Erschließung Südostbayerns große Bedeutung. Auch Markt Schwaben profitiere als Bahnstandort, rücke die Gemeinde so doch etwas näher an Österreich heran. Der Bahn-Vertreter lobte ausdrücklich die Gemeinde Markt Schwaben, die sich finanziell am 4-Mio.-Projekt beteiligt habe.

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