Freier Blick auf die Kirche: Auf dem jetzt brach liegenden Grundstück vor dem kleinen Gotteshaus plant die Gemeinde Pliening ein Seniorenzentrum zu bauen. foto: dz

Gemeinde Pliening plant Seniorenzentrum

Pliening - Die Fläche ist bereit: In der Nähe der Kirche hat die Gemeinde Pliening den Weg freigemacht für den Bau eines Seniorenzentrums. Den allerdings muss der Gemeinderat noch beschließen.

Wer von Gelting oder Poing kommend nach Pliening fährt, dem bietet sich ein neues Bild: der Blick auf die kleine Plieninger Kirche ist frei. Das Haus, das vorher dort stand, sowie eine große Pappel sind weg. Kurz vor Weihnachten hat die Gemeinde Pliening beides abreißen lassen, nun liegt die 4700 Quadratmeter große Fläche (entspricht etwa der Hälfte eines Fußballfeldes) brach. Das Grundstück gehört der Gemeinde, und was darauf geschehen soll, steht laut Bürgermeister Georg Rittler fest: An der Ecke Geltinger Straße/Wolframstraße soll ein Seniorenzentrum errichtet werden.

Darüber seien sich die Mitglieder des Arbeitskreises Senioren, der sich aus Vertretern aller Gemeinderatsfraktionen zusammensetzt, sowie der Gemeinderat einig. Auch zur Größe habe man bereits konkrete Vorstellungen: "26 Pflegeplätze, 10 behindertengerechte Wohnungen sowie weitere Räume für eine Arztpraxis und/oder eine Physiotherapie", zählt Rittler auf. Außerdem soll auf dem Gelände die Option für eine spätere Erweiterung bereitgehalten werden.

"Ich will das Projekt nicht auf die lange Bank schieben. Wir müssen was für unsere älteren Bürger tun", betont Rittler im Gespräch mit unserer Zeitung. Im vergangenen Jahr hätten sich der Arbeitskreis und der Gemeinderat bereits intensiver damit beschäftigen wollen, doch die damals angespannte Haushaltslage habe dazu gezwungen, das Vorhaben zu verschieben. Nun hofft der Bürgermeister, dass sich die Finanzlage für das laufende und das nächste Jahr ein wenig entspannter darstellt, so dass mit konkreten Planungen begonnen werden kann.

Die Gemeinde Pliening befindet sich laut Rittler bereits in engem Kontakt mit der Pflegestern Seniorenservice gemeinnützige GmbH, unter deren Dach die Seniorenhäuser in Poing, Kirchheim und Grafing vernetzt sind. Vor wenigen Tagen hat die Gemeinde Finsing den Beitritt zum Pflegestern unterschrieben, als nächstes könnte Pliening folgen. Durch die Nähe zu Kirchheim und Poing könnte man Synergien nutzen, so Rittler. Das Haus in Pliening werde die Gemeinde selbst errichten und betreiben.

Der Bedarf an Plätzen für Senioren sei in Pliening vorhanden, sagt der Bürgermeister. "Derzeit sind Plieninger Bürger in den Seniorenheimen in Markt Schwaben und Poing untergebracht. Für die Angehörigen ist es mitunter schwierig und aufwändig, die Heimbewohner zu besuchen." Laut Berechnung des Pflegesterns bestehe in Pliening aktuell ein Bedarf an 16 bis 18 Plätzen. Den vorgesehenen Standort an der Ecke Geltinger Straße/Wolframstraße hält Rittler für optimal: "Da sind die Senioren nicht an den Rand gedrängt, sondern im Ort."

von Armin Rösl

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