Gemeinderat lehnt alle Varianten der Machbarkeitsstudie ab

Forstinning - Bei drei Gegenstimmen hat der Forstinninger Gemeinderat die in einer Machbarkeitsstudie vorgestellten Varianten zur Umfahrung Schwaberwegens abgelehnt.

Dass Karl Segerer (SPD) mit seinem Vorschlag einer Umgehung für Schwaberwegen im Gemeinderat keine Mehrheit bekommen würde, wusste der erfahrene Kommunalpolitiker schon vor der Sitzung. Doch gänzlich unzufrieden war er dennoch nicht. Die Chance, dass seine Idee von einer Umgehung in ferner Zukunft doch noch Wirklichkeit werden kann, stehen vielleicht gar nicht so schlecht, mutmaßte der inzwischen pensionierte Schulleiter am Rande des traditionellen Weihnachtsessens der Gemeinderäte.

Auf der anderen Seite kam auch keine Siegerstimmung bei CSU und Freien auf. Mit ihren Stimmen (bei drei Gegenstimmen der SPD) beschloss das Plenum, die in einer Machbarkeitsstudie vorgestellten sechs Varianten einer Schwaberwegener bzw. Mooser Umgehung allesamt abzulehnen. Zugleich sprach sich die Ratsmehrheit für eine weiträumige Lösung aus, die überregionale Verkehrsflüsse berücksichtige. Dazu gehöre ein Verkehrskonzept anstelle zahlreicher kleiner Lösungen, die nur Stückwerk seien, heißt es in dem CSU-Antrag. Dieses Gesamtkonzept müsse als Kernstück die Flughafentangente Ost über die A 94 hinaus bis zur Südumgehung von Ebersberg verlängern.

Die in der Machbarkeitsstudie angesprochenen Lösungen bezeichnete die Ratsmehrheit als untauglich. Sie würden entweder Ortsteile zerschneiden oder seien aus Gründen des Naturschutzes abzulehnen.

Ganz so weit auseinander liegen SPD und CSU bzw. Freie in Forstinning trotz des Abstimmungsergebnisses dennoch nicht. „Wir haben das gleiche Ziel, nämlich eine spürbare Entlastung Schwaberwegens mit einer Umgehung im Westen. Nur die Wege dorthin sind unterschiedlich“, sagte sinngemäß CSU-Fraktionschef Heinz Renkl.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

40-Tonner verkeilt sich in Wohnsiedlung
Hier ging gar nichts mehr: Am Mittwochabend, gegen 17.30 Uhr, wurde der Polizei Ebersberg mitgeteilt, dass in Niederpframmern in einer Wohnsiedlung ein Sattelzug …
40-Tonner verkeilt sich in Wohnsiedlung
Landratsamt Ebersberg wegen Gasalarm evakuiert
Das Landratsamt Ebersberg wurde am Donnerstag evakuiert. 30 Menschen hatten Atemprobleme. Ein ABC-Zug aus München musste anrücken. Pfefferspray könnte die Ursache sein, …
Landratsamt Ebersberg wegen Gasalarm evakuiert
Freunde des Dialogs
Bevor Konrad Metzger zum neuen Vorsitzenden der Ebersberger Jägerschaft gewählt worden war, hat der scheidende Kreisvorsitzende Martin Otter seine neun Jahre dauernde …
Freunde des Dialogs
Zuschuss für Öko-Kühlschränke
Sollen auch Fahrer von Luxus-E-Mobilen Fördergeld der Gemeinde Vaterstetten für ihre private Lade-Infrastruktur erhalten? Brauchen finanziell besser gestellte Familien …
Zuschuss für Öko-Kühlschränke

Was denken Sie über diesen Artikel?

Kommentare