Andreas Fernberger.Foto: ez

Für Generation "50plus": Fit durch Selbstverteidigung

Anzing - Es gibt schon Gegenden, wo es nicht schaden kann, bei Übergriffen Fremder zur Selbstverteidigung über Karatekenntnisse zu verfügen. Das betrifft auch ältere Semester: Ü 50er also. Genau an diese Zielgruppe richtet sich ein neues Angebot des SV Anzing.

Der wichtigste Hinweis vorweg: Anzing ist kein brandgefährliches Pflaster geworden. Kein Flecken Erde im Landkreis Ebersberg mit einer auffallend hohen Kriminalitätsrate. Und auch nicht ein Dorf, in dem es besonders angesagt, ja lebensnotwendig wäre, auch als Vertreter der Generation über 50 Jahre über formidable Selbstverteidigungskenntnisse in Theorie und Praxis zu verfügen.

Darum, sich im Falle eines körperlichen Angriffs fachgerecht wehren zu können, geht es nur bedingt bei einem neuen Angebot des SV Anzing an die reiferen Zeitgenossen. Unter dem Motto „Karate für Junggebliebene“ möchte die Karateabteilung demnächst speziell alle Bürgerinnen und Bürger ab 50 Jahren aufwärts ansprechen. Der Grund: Karate sei nicht nur eine Technik zur eigenen Verteidigung, sondern ein idealer Sport für nicht mehr ganz junge Mitbürger, um eine ganzheitliche körperliche Fitness herzustellen.

„Ursprünglich rein zur Selbstverteidigung entwickelt, trägt Karate erheblich zur körperlichen Gesunderhaltung, Rehabilitation, Fitness und auch Selbstbehauptung bei. Deshalb wurde die Sportart bereits 2003 von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zur gesundheitsfördernden Sportart erklärt. Seit 2009 ist Karate auch vom Bayerischen Behinderten- und Rehabilitationsverband als gesundheitsfördernd anerkannt“, so Andreas Fernberger, der demnächst „Karate Ü 50“ in Anzing zusammen mit Stephanie und Silvia Osz-wald anbietet.

Fernberger: „Die beim SVA praktizierte Kampfkunst Wado-Ryu-Karate ist hierfür durch seine geschmeidigen und körperschonenden Bewegungsformen ganz besonders geeignet. Das Training für diese Altersgruppe wurde dazu altersgerecht neu konzipiert und beinhaltet Bereiche der Rücken- und Wirbelsäulengymnastik, Funktions- und Fitnessgymnastik sowie Stretching. Gleichzeitig ist es Reaktionstraining, Gehirn- und Konzentrationstraining, Gleichgewichtsschulung sowie Schnelligkeits-, Kraft- und Muskelaufbautraining. Der 53-Jährige weiter: „Alles natürlich unter den Aspekten Gesunderhaltung und Gesundheitsförderung mit viel Spaß für Körper und Geist sowie unter Anleitung von hierfür qualifizierten Trainern und Übungsleitern.“

Der SVA ist Inhaber des Qualitäts-Zertifikates des Bayerischen Karatebundes. Die Teilnehmer können also sicher sein, dass sie in Anzing von Leuten geschult werden, die wissen, was sie machen. Fernberger, ein Kriminalbeamter, begann 1977 mit dem Sport, gründete 1984 beim MTSV Schwabing eine Karateabteilung, hat die B- und C-Lizenz als Trainer, war 2009 bayerischer Meister und Dritter bei der Deutschen Meisterschaft sowie 2011 Deutscher Vizemeister.

Start ist am Freitag, 19. September. Das Training findet von 20.15 bis 22 Uhr in der Judohalle der Grundschule statt. Die ersten drei Trainingsabende sind kostenlos.

jödo

Auch interessant

Kommentare