"Gestatten, mein Name ist Beckenbauer"

Vaterstetten - Der FC Bayern München hat seinen Franz Beckenbauer, Vaterstettens Gemeindeverwaltung hat ihren Götz Beckenbauer.

Die beiden sind sogar entfernt verwandt, denn die Urgroßväter waren Brüder. Damit sind aber die Gemeinsam-keiten schon erschöpft. Der neue Hauptamtsleiter in der Gemeindeverwaltung treibt zwar gerne Sport, aber nicht beim Fußball. Stattdessen fährt er lieber Rad oder geht morgens schwimmen. Entspannung findet er in der Musik. Beckenbauer beherrscht die Instrumente Klavier, Kirchenorgel und Querflöte.

Eine weitere Leidenschaft des neuen Mannes im Rathaus sind Fernreisen, die er nicht in organisierter Form, sondern aus Neugier an fremden Kulturen stets selbst gestaltet. So führte ihn seine letzte Reise beispielsweise nach Chile.

Für all zu viele Reisen wird er jedoch in naher Zukunft kaum Zeit haben, denn Beckenbauer soll im Rathaus den Sitzungsdienst leiten, die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren und sich um das Mehr-Generationen-Haus kümmern.

Darauf ist der ledige 45-Jährige gut vorbereitet. Nach Abitur und Grundwehrdienst bei einer Fliegerhorststaffel studierte der in München-Gladbach Geborene acht Semester Biologie und trat nach sechs Monaten in der freien Wirtschaft in den Staatsdienst in Nordrhein-Westfalen ein. Die Schul- und Sozialverwaltung zeigen ihm alle Spektren des Verwaltungsdienstes, wo er unter anderem auch mit Schwerbehinderten zu tun hatte. Mit 41 Jahren wurde er Fraktionsreferent im Kölner Stadtrat. Bei Bündnis 90/Grüne, denn diese Gruppierung verlangte als einzige keinen Parteieintritt. Dort war er für Sitzungsdienst, Grundsatzahngelegenheiten und Personal zuständig.

Mit 44 Jahren kehrte Beckenbauer in die Schulverwaltung zurück, um als Geschäftsführer der Aktion "Selbständige Schule" Projekt der Landesregierung zu unterstützen.

Nach Bayern habe es ihn immer schon gezogen, sagt der Beamte, der sich auf eine Ausschreibung Vaterstettens bewarb und unter einer Vielzahl von Bewerbern den Vorzug bekam. Für ihn der richtige Zeitpunkt für einen Neuanfang. "Mit 45 Jahren kann man das noch."

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