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Gewerbe: Grasbrunner Kehrtwende für Kugler

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Parsdorf/Grasbrunn - Eine Kehrtwende im Grasbrunner Gemeinderat soll Feinkost Kugler halten und einen Umzug nach Parsdorf verhindern. Ein bisher von CSU, Freien Wählern sowie von Teilen der Grünen und der SPD abgelehntes Grundstück zwischen Autobahn und Grasbrunn soll für die Kugler-Erweiterung freigemacht werden.

Vorausgegangen war eine Unterschriftsliste, in der rund 1 300 Grasbrunner dies gefordert hatten. Ein geplantes Bürgerbegehren ist jetzt überflüssig, da der Gemeinderat die Forderung unverändert übernahm. Die beiden bisher von der „Ablehnungsallianz“ vorgeschlagenen Alternativstandorte für Kugler haben laut einem Vortrag von Rechtsanwalt Wolfgang Würfel keine Chance. Einer der Standort sei niemals genehmigungsfähig und der andere möglicherweise erst nach einem rund fünfjährigen Rechtsstreit gegen die Regierung von Oberbayern - mit ungewissem Ausgang und einer Erfolgschance von „einem halben Prozent“.

Hintergrund: Weil Kugler erweitern will, in der Gemeinde Grasbrunn aber kein passendes Grundstück zur Verfügung steht, ist die Abwanderung nach Parsdorf (Gem. Vaterstetten) ein Option.

Johann Hiltmair (BfG) betonte in der Sitzung, zwei Anwälte und alle übergeordneten Behörden hätten gesagt, die beiden Alternativstandorte gingen „nicht in akzeptabler Zeit“. Das sei schon im Sommer klar gewesen. „Selbst wenn wir jetzt Grasbrunn West beschließen, kommen wir in Wettbewerb mit Vaterstetten“. Außerdem ist für ihn klar: „Hätten wir im Sommer nicht diskutiert, hätten wir kein halbes Jahr verloren“. Nach einer Sitzungsunterbrechung kam die Kehrtwende, um Kugler zu halten. Ob das aber gelingt, ist fraglich. Gerhard Kugler stellte nach der Sitzung gegenüber unserer Zeitung fest „Wenn Vaterstetten nächste Woche den Weg freimacht, gehen wir nach Parsdorf“.

Von Franz Köppl

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