Finanzminister Albert Füracker (CSU) bei der Übergabe des Förderbescheids.
+
Finanzminister Albert Füracker (CSU) bei der Übergabe des Förderbescheids.

Laut Finanzministerium profitieren rund 7500 Schüler von dem Gigabit-Ausbau

Glasfaser für zehn Schulen im Landkreis Ebersberg

  • Michael Acker
    vonMichael Acker
    schließen

Der Freistaat nimmt eine Menge Geld in die Hand, um den Anschluss von Schulen ans Glasfasernetz voranzutreiben. Im Landkreis Ebersberg sollen jetzt zehn Schule profitieren.

Landkreis – Die Corona-Pandemie hat die Schwächen des Breitbandausbaus auch im Landkreis Ebersberg schonungslos aufgezeigt. Homeschooling war mancherorts gar nicht oder nur sehr bedingt störungsfrei möglich. Es hagelte Kritik von Lehrern, Schülern und genervten Eltern an der bayerische Staatsregierung. Diese reagiert. Finanzminister Albert Füracker (CSU) hat einen Förderbescheid in Höhe von über 400 000 Euro für zehn Schulen übergeben. 7500 Schülerinnen und Schüler sollen von dieser Maßnahme profitieren.

„Unser Ziel: Glasfaseranschluss für jede öffentliche Schule im Freistaat! Mit unserer Unterstützung von zehn Schulen im Landkreis Ebersberg bei der Anbindung an ein zukunftsfestes Glasfasernetz kommen wir diesem Ziel wieder einen Schritt näher!“, sagte Füracker vollmundig anlässlich der virtuellen Übergabe des Förderbescheids nach der Bayerischen Glasfaser-WLAN-Richtlinie. Der Glasfaseranschluss der öffentlichen Schulen sei ein zentrales Anliegen der bayerischen Staatsregierung. Bereits jetzt seien über 98 Prozent der öffentlichen Schulen mit schnellem Internet versorgt. Um Bayerns Bildungsstätten digital optimal aufzustellen, gehe der Freistaat noch weiter und fördere die Erschließung mit leistungsfähiger Glasfaser. „Mit einer Förderung von 429 332 Euro profitieren künftig 7500 Schülerinnen und Schüler von höchsten Bandbreiten!“ sagte Füracker bei der Übergabe des Bescheids.

Das sind die Schulen, die zum Zug kommen

99 Prozent der öffentlichen Schulen in Bayern sind nach Angaben des Finanzministeriums mit Glasfaser erschlossen oder haben die Glasfasererschließung angestoßen. Mindestens 1 Gbit/s sei aktuell an 68 Prozent der öffentlichen Schulen im Freistaat verfügbar. Die Dr.-Wintrich-Realschule und die Landwirtschaftsschule in Ebersberg, das Max-Mannheimer-Gymnasium und die Johann-Comenius-Schule in Grafing, die Lena-Christ-Realschule und das Franz-Marc-Gymnasium in Markt Schwaben, die Dominic-Brunner-Realschule und die Seerosenschule in Poing, das Gymnasium in Kirchseeon und das Humboldt-Gymnasium in Vaterstetten würden nun mit gigabitfähigen Glasfaserleitungen angebunden.

Füracker sieht Bayern als europaweiten Vorreiter

Neben der Förderung von direkten Glasfaseranschlüssen für öffentliche Schulen, Plankrankenhäuser und Rathäuser werde der Breitbandausbau auch für Privathaushalte und Unternehmen seit Jahren vorangetrieben. Bayern sei mit seiner im März 2020 in Kraft getretenen Bayerischen Gigabitrichtlinie europaweit Vorreiter bei der Förderung in Gebieten, wo bereits schnelles Internet mit mindestens. 30 Mbit/s verfügbar ist (sog. „graue Flecken“). Aus dem Finanzministerium heißt es: „Für die bayerischen Kommunen bestehen damit beste Rahmenbedingungen, um den Ausbau der High-Speed-Netze voranzutreiben.“


Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s jetzt auch in unserem neuen, regelmäßigen Ebersberg-Newsletter.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare