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Der Schwarzbau rot umrandet: Im Gewerbegebiet Steinhausen sorgt dieser Lagerplatz für Ärger. 

Knapp 300 Quadratmeter zubetoniert

Blaues Auge für Schwarzbauer in Glonn

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Illegal ist das, was sich ein privater Eigentümer im Gewerbegebiet Steinhausen in Glonn geleistet hat: Er hat eine rund 300 Quadratmeter große Lagerfläche betoniert, wie die Verwaltung mitteilte, dafür aber keinen Bauantrag eingereicht.

Glonn – Auch für den Bebauungsplan interessierte sich der Bauherr nicht. Knapp die Hälfte des Schwarzbaus liege im Außenbereich. Glonns Bürgermeister Josef Oswald (CSU) sagte: „So etwas habe ich noch nie erlebt.“ Am Dienstag hat sich der Marktgemeinderat mit dem Thema beschäftigt und eine klare Position bezogen. Die Betonplatte, die letztes Jahr gebaut wurde, kann so nicht bleiben und wird nicht geduldet. Rudolf Senckenberg (SPD/KommA) sagte: „Es ist dreist, so etwas hinzustellen, obwohl bekannt ist, dass es widerrechtlich ist.“

 Das Gremium diskutierte, wie mit dem Problem umzugehen ist. Eine Idee lautete, den Bebauungsplan zu ändern und den Außenbereich mit in einen neuen Plan zu nehmen. Lediglich Pflanzen müsste der Eigentümer noch um den Grund einsetzen – die sogenannte Ortsrandbegrünung, die bisher zudem fehlte. Diese Lösung fand keine Mehrheit. Wieso „wir überhaupt eine Lösung suchen müssen“, fragte Joachim Hellriegel (Grüne). Der Eigentümer solle das regeln. Oswald beschwichtigte, gemeinsam mit der CSU-Fraktion: Eine Lösung zu finden sei keine Pflicht der Gemeinde. Aber guter Wille. CSU-Mann Georg Empl stellte klar, dass der Bau natürlich „zu korrigieren sei“. Dieser „Schwarzbau“ dürfe nicht durchgehen. Doch die Gemeinde soll helfen. Parteikollege Georg Raig sagte, dass der Eigentümer nicht „im Regen“ stehen gelassen werden dürfe. Aus gutem Grund: 2010 hat die Gemeinde auf dessen Grundstück nach langem Hin und Her erlaubt, eine Holz-Kraft-Anlage zu errichten. Das Gewerbegebiet wird seither durch ein Nahwärmenetz versorgt und trägt zur Energiewende in Glonn bei.

Durch den Kraftwerksbau entbrannte ein Streit des Eigentümers mit einem Nachbarn, der sich an dem immer näher rückenden Gewerbegebiet störte. Anwälte regelten den Streit. Eine Abstandsfläche sollte eingehalten werden. Als 2016 dann die Betonplatte, auf der Hackschnitzel lagern, plötzlich da war, wurde die Gemeinde aufmerksam, sagt Oswald. Der Gemeinderat schlägt nun als Lösung vor, die Lagerfläche zu verschieben, also den Teil im Außenbereich zurückzubauen, und an einer anderer Stelle im Bebauungsplan zu errichten. Dafür müsse ein Bauantrag eingereicht werden. Bleibt alles so, wie es ist, könne, sagt der Rathauschefs, das Landratsamt einen Rückbau erzwingen.

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