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Vor allem im südlichen Landkreis brauchen die Lebensretter oftmals zu lange, bis sie am Einsatzort sind. Das liegt aber nicht an ihnen, sondern an der Infrastruktur.

Notfallversorgung

Südlicher Landkreis Ebersberg bekommt neue Rettungswache

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In Glonn wird eine neue Rettungswache entstehen, damit die Notfallversorgung im Landkreis Ebersberg verbessert werden kann. Das kündigte Landrat Niedergesäß an.

Landkreis/Glonn - Die Kritik an der Notfallversorgung war laut. Menschen aus dem südlichen Landkreis hatten sich im vergangenen Jahr beschwert, dass die vorgeschriebene Hilfsfrist der Rettungsdienste regelmäßig nicht eingehalten werde, so dass dadurch Menschenleben in Gefahr gerieten. Landrat Robert Niedergesäß hatte Unterstützung zugesagt und das Thema im zuständigen Zweckverband für Rettung und Feuerwehrwesen auf die Tagesordnung gesetzt.

Gutachten vorgestellt

Das für 2018/2019 vorgesehene Trust-3-Gutachten des Instituts für Notfallmedizin und Medizinmanagement (INM) zur Untersuchung der Rettungssituation in den drei Landkreisen Ebersberg, Erding und Freising sollte sich insbesondere intensiv mit der Situation im südlichen Landkreis Ebersberg beschäftigen. Das Zwischenergebnis sollte den Bürgermeistern  zur Diskussion vorgestellt werden, so die Forderung von Niedergesäß, bevor das Gutachten dann endgültig fertiggestellt und präsentiert wird. Auf diesem Weg sollte den Gemeinden noch ein Mitspracherecht eingeräumt werden. Diese Vorstellung ist nun im Landratsamt erfolgt.

Hilfsfrist erheblich überschritten

Bei der Notfallversorgung kommen die Gutachter laut Landratsamt zu dem Ergebnis, dass in den Versorgungsbereichen der Rettungswachen Ebersberg und Vaterstetten in den Gemeinden Emmering, Aßling, Glonn, Baiern, Egmating und Oberpframmern die Hilfsfrist teils erheblich überschritten worden ist. Die Empfehlung des INM für den Rettungszeckverband lautet  wie folgt: Etablierung eines neuen Stellplatzes in der Gemeinde Glonn mit einer Vorhaltung von Montag bis Sonntag von 8 Uhr bis 22 Uhr, das sind 98 Wochenstunden. Gleichzeitig müsste der Stellplatz Grafing innerhalb der Stadt Grafing in Richtung der Gemeinde Aßling verlegt werden, um den südöstlichen Landkreis besser abdecken zu können. Die Vorhaltung am Stellplatz Grafing sollte zukünftig von Montag bis Freitag von 8 Uhr bis 24 Uhr und von Samstag 8 Uhr bis Sonntag 24 Uhr gelten. Das sind insgesamt 119 Wochenstunden, ein Plus von 21 Wochenstunden.

Mangelsituation wurde bestätigt

Im Versorgungsbereich der Rettungswache Markt Schwaben empfiehlt das INM eine Ausweitung der Vorhaltung am Stellplatz Anzing mit zukünftigen Zeiten von Montag bis Sonntag von 8 Uhr bis 24 Uhr. Das heißt 112 Wochenstunden und ein Plus von 28 Stunden. „Insgesamt würde das gut 150 Wochenstunden mehr und bessere Versorgung bedeuten – ein echter Fortschritt,“ so der Landrat.

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Er zeigte sich froh, dass das Gutachten nun Klarheit schafft und die von den Bürgern und Bürgermeistern festgestellte Mangelsituation bestätigt und nicht in Frage gestellt wird. Der Zweckverband wird sich nach Fertigstellung des Gutachtens zeitnah mit den Vorschlägen befassen und mit Sicherheit die entsprechenden Beschlüsse fassen, damit die Situation möglichst schnell verbessert werden kann. Wenn es gut läuft, Räumlichkeiten zur Verfügung stehen und nicht etwaige Ausschreibungszwänge dagegen stehen, könnte Ende 2019/Anfang 2020 der Betrieb aufgenommen werden.

Keine Kritik an Lebensrettern

Wichtig ist dem Landrat, dass es sich nicht um eine Kritik an den Rettungsorganisationen handelt, sondern darum, dass die rechtlichen und organisatorischen Grundlagen für eine bessere Notfallversorgung geschaffen werden müssen. „Ich bin sehr erleichtert über das Ergebnis des Gutachtens und zuversichtlich, dass sich die Notfallversorgung für unsere Bürger im südlichen Landkreis bald verbessern wird“, so Niedergesäß.

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