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An einem zweiten Bus übten die Einsatzkräfte der Feuerwehren den Ernstfall in Schl acht.

Unerwartete Wende für Einsatzkräfte

Bei Übung: Feuerwehr plötzlich am Missbrauchs-Tatort

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Der Übungsbus der Feuerwehr in Glonn wurde plötzlich zum Tatort. Die Kriminalpolizei hatte das Fahrzeug versiegelt,  weil sich dort ein Sexualdelikt ereignet haben soll. 

Schlacht Mit diesem Bus wollten die Einsatzkräfte eigentlich üben. „Wir haben das eine halbe Stunde vorher erst erfahren“, berichtet Albert Wirth (50), Ausbildungskreisbrandmeister und zuständig für den Landkreis Ebersberg.

Das war passiert: Von der Firma Ettenhuber aus Glonn waren den Feuerwehren zum Üben zwei ausrangierte Busse zur Verfügung gestellt worden. „Das ist eine gute Sache“, bedankt sich Wirth. Man habe die Fahrzeuge bis zur Übung mit Bauzäunen abgesichert, abgeschlossen waren die alten Busse auf dem Gelände in Schlacht nicht mehr.

Als dort vor Tagen in der Nähe eine private Feier stattgefunden habe, so die Polizei, hätte sich wohl ein Pärchen in einen der Busse zurückgezogen. Anschließend gab es jedoch unterschiedliche Auffassungen über den Verlauf dieses Begegnung. Letzendlich ist bei der Kripo eine Anzeige eingegangen wegen sexuellen Missbrauchs. Der Bus wurde versiegelt, um dort Spuren zu sichern.

Der Feuerwehrübung tat das nach Auskunft von Wirth allerdings keinen Abbruch. Die Kräfte übten eben an dem verbleibenden Fahrzeug unter anderem, wie man einen Bus außer Betrieb nehmen kann, der mit laufendem Motor auf der Seite liegt. Das geht einfach mit einem „Schuss“ aus einem Kohlensäurelöscher in den Luftfilter. Der Motor bekommt keinen Sauerstoff mehr und stirbt ab. An der Übung nahm auch der Rettungsdienst teil, weil es gar nicht so leicht ist, verletzte Personen aus einem umgestürzten Bus zu holen. „Mit einer normalen Krankentrage kommst Du da nicht vorwärts. Da braucht man schon eine Schaufeltrage“, informiert Wirth.

Die Kripo schätzt, dass der zweite Bus für Übungszwecke bald wieder freigegeben werden kann. „So eine Spurensicherung ist normalerweise in ein paar Stunden erledigt“, informierte Andreas Aichele vom Dauerdienst des Polizeipräsidiums Oberbayern Nord am Montag.

Spätestens am Samstag, 6. Mai, sollten diese Arbeiten erledigt sein, denn dann wird die zweite von insgesamt drei Gruppen der Feuerwehren aus dem Landkreis in der Rettung von Personen aus Bussen geschult. Am 13. Mai ist dann der dritte Übungstag.

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