In diesen Containern wohnen Busfahrer der Firma Ettenhuber im Glonner Ortsteil Schlacht.
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In diesen Containern wohnen Busfahrer der Firma Ettenhuber im Glonner Ortsteil Schlacht.

Gemeinde fürchtet negative Auswirkungen

Glonn: Busunternehmen Ettenhuber muss Container abbauen

Bürgermeister Oswald sagt, dass die Wohncontainer aus ortsplanerischer Sicht auf Dauer nicht akzeptabel sind. Probleme gebe es zudem in der sozialen Struktur.

Glonn – Der Schlachter Busunternehmer Josef Ettenhuber muss nach der zumindest vorläufigen Ablehnung seiner Wasserstofftankstelle ein weiteres Nein aus der Glonner Kommunalpolitik einstecken. Der Hauptausschuss des Glonner Gemeinderats lehnte seinen Antrag auf Verlängerung der Wohncontainernutzung ab.

Mitte Juni dieses Jahres hatte Ettenhuber für die Hälfte der Wohncontainer, die auf seinem Grund in Schlacht stehen, eine Verlängerung beantragt, die 24 Container ließ er 2019 aufstellen. Bürgermeister Josef Oswald (CSU) wies darauf hin, dass die Container aus ortsplanerischer Sicht auf Dauer nicht akzeptabel seien. Zudem stellte ein weiteres Problem vor. „Neben den negativen Auswirkungen für das Ortsbild lässt eine weitere Containernutzung Probleme in der sozialen Struktur und aus nachbarschaftlichen Aspekten befürchten.“

Ein Teil der Container wäre gedacht für Aushilfskräfte

Gegenüber der EZ erklärte Ettenhuber, warum er einen Teil der Container weiterhin brauche. „Wir bauen derzeit den alten Firmensitz und angrenzende Gebäude um in Wohnungen für unsere festangestellten Mitarbeiter, die Linienbusse fahren. Einen Teil der Container wäre gedacht für Aushilfskräfte, die im Sommer die Linienbusse fahren, während unsere festangestellten Mitarbeiter, die in südlichen Ländern wohnen, in der Heimat Urlaub machen.“

Genau dieser Punkt war für das Glonner Gremium ein weiteres Argument, die Verlängerung abzulehnen. „Das Dorf Schlacht wird in seiner Bevölkerungsstruktur schon jetzt durch die hohe Anzahl an Einzelpersonen, die nicht hier ansässig sind, erheblich verändert. Dies würde durch eine Nutzung der Container mit weiteren Kurzzeitangestellten auch nach Fertigstellung der neuen Wohngebäude noch verschärft.“

Die Wohneinheiten seien Bauleitercontainer, die Zimmer hätten eine abgeschlossene Dusche, Toilette und ein Waschbecken, zudem eine Küche, so Ettenhuber. Er weist explizit darauf hin, dass in seinen Containern nur jeweils ein Mitarbeiter wohnt.

Ettenhuber: Unterkünfte für 70 Busfahrer

Warum überhaupt Container? „Ende 2019 brauchten wir für eine Linie 70 Busfahrer mehr, pro Bus zwei Fahrer, Früh- und Spätschicht. Wir inserierten, ohne Erfolg, auch von der Agentur für Arbeit kam nicht ein Vermittlungsvorschlag. Daraufhin akquirierten wir selbst vor Ort in Rumänien, Serbien und Kroatien und fanden die 70 Fahrer.“ Es galt, Unterkünfte für 70 Busfahrer zu finden. „In Glonn fanden wir nichts. In Oberpframmern gelang es uns, ein Haus für acht Mitarbeiter zu mieten und einen Teil eines Gästehauses.

Mit Hilfe von Landrat Robert Niedergesäß konnten wir noch acht Zimmer anmieten, in denen zuvor Jugendliche Asylbewerber wohnten, einige der Fahrer halfen sich selbst und für die restlichen Personen beantragten wir dann die Container.“ Die muss Ettenhuber laut einer städtebaulichen Vereinbarung ab 1. Oktober 2022 abbauen. „Bei Missachtung ist eine Strafe fällig“, informierte Bürgermeister Oswald.

Von Susann Niedermaier

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