Niklas Bachmann beim Start Mitte Mai vor seinem Elternhaus in Glonn. Mittlerweile hat es der junge Mann mit seinem Fahrrad und seinem Anhänger schon rund 1000 Kilometer weit geschafft.
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Niklas Bachmann beim Start Mitte Mai vor seinem Elternhaus in Glonn. Mittlerweile hat es der junge Mann mit seinem Fahrrad und seinem Anhänger schon rund 1000 Kilometer weit geschafft.

Niklas Bachmann (19) legt 3000 Kilometer zurück – auch um etwas für den Regenwald zu tun

Für Bäume: Glonner radelt nach Lissabon

  • Raffael Scherer
    vonRaffael Scherer
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Mit dem Fahrrad von München nach Lissabon – und dabei der Umwelt etwas Gutes tun. Dieses Ziel hat sich der Glonner Niklas Bachmann gesetzt. Der 19-Jährige möchte die genau 3000 Kilometer lange Strecke abstrampeln und dabei 3000 Bäume im Regenwald pflanzen lassen.

Glonn - Die Idee zur Reise kam Bachmann bereits 2019, als er in der 11. Klasse einen Vortrag eines Mannes gehört hatte, der bis nach Bali in Indonesien geradelt war: „Da dachte ich mir, dass so eine lange Radtour auch was für mich sein könnte“ sagt Bachmann am Telefon. Nach seinem Abitur im vergangenen Jahr jobbte der junge Mann zunächst und machte sich dann am 15. Mai dieses Jahres auf die lange Fahrt.

Ein Euro pro Kilometer

Für seine Reise hat er eine Spendenaktion ins Leben gerufen: Ein Euro pro Kilometer und dadurch jeweils ein gepflanzter Baum. „Mir war wichtig, dass sich bei der Organisation die Spender sicher sein können, was mit ihrem Geld passiert“, sagt der 19-Jährige. Daher habe er sich nach langer Suche für die Tropenwaldstiftung OroVerde entschieden. Diese setzt sich für das Pflanzen von Bäumen in Regenwäldern überall auf der Welt ein.

Bisher sind knapp 500 Euro, größtenteils aus dem persönlichen Bekanntenkreis, zusammengekommen. Aber Bachmann hofft, dass die Summer bis zum Ende der Reise noch größer wird.

Mittlerweile hat es Bachmann bis nach Nimes geschafft

Mittlerweile hat es der Glonner bis nach Frankreich, in die Stadt Nîmes geschafft. Das entspricht etwa einem Drittel seiner geplanten Strecke. Beim Übernachten ist er meist auf das Wohlwollen der Einheimischen angewiesen, da in Frankreich Wildcampen verboten sei: „Da klingel ich dann bei Leuten an der Tür und frage, ob ich in deren Garten zelten kann, das ist meistens kein Problem“ sagt Bachmann erfreut. Die meisten kämen ihm sehr freundlich entgegen und böten ihm auch mal Frühstück und Abendessen an.

Und langsam macht sich die lange Strecke schon bemerkbar: „Zur Zeit machen mir meine Knie etwas Sorgen, die werden ganz schön spröde“ gibt der 19-Jährige zu. Aber er habe nicht vor, aufzugeben. Etwa 70 bis 100 Kilometer radle er pro Tag. In dieser Geschwindigkeit werde er geschätzt „Anfang bis Mitte Juli“ Lissabon erreichen.

Auch in den USA will Bachmann radeln

Und dort ist er des Reisens noch nicht überdrüssig: Von da aus soll es mit dem Flugzeug nach New York weitergehen – um von dort mit dem Rad nach Los Angeles zu gelangen: „Über das Meer kann ich nicht radeln, aber alles was Landweg ist“, erklärt er seine möglichst umweltfreundlichen Reisepläne.

Seine Reise hält er auf Video fest. Jeden Tag gibt es ein neues Video von ihm auf der Videoplattform Youtube. Zu finden ist es, wenn man seinen Namen „Niklas Bachmann“ in die Suchleiste eingibt. Dort erzählt er von den neuesten Geschehnissen und hat wichtige Links, wie etwa für die Spendenaktion, angegeben.

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