Parkplätze sind rar am Glonner Marktplatz.
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Parkplätze sind rar am Glonner Marktplatz.

Außengastronomie des „Marktblicks“ könnte vergrößert werden

Fußweg statt Parkplätze am Glonner Marktplatz

Parkplätze sind rar am Marktplatz in Glonn. Dennoch könnte sich das Angebot weiter verknappen. Dahinter steckt auch der Wunsch auf eine vergrößerte Außengastronomie.

Glonn - Dass Parkplätze am Marktplatz Mangelware sind, weiß die Verwaltung der Marktgemeinde natürlich. Daher gab sie den Gemeinderäten im Hauptausschuss eine Warnung in die Informationsunterlagen, die ihnen zur Meinungsbildung vorlagen: „Bereits jetzt ist die Stellplatzsituation am Marktplatz in Glonn angespannt.“ Dennoch stimmte der Ausschuss einhellig einer Voranfrage zur Umwandlung von Parkplätzen in einen Fußweg zu.

Es geht um eine Fläche vor dem Lokal „Steinbergers Marktblick“, zu deren Umwandlung in den gewünschten Fußweg die Grundstückseigentümerin des Anwesens am Marktplatz 10 eine Voranfrage an die Marktgemeinde gestellt hatte, um die grundsätzliche Haltung Glonns zur Idee abzufragen.

Hintergrund: Bisher gab es sieben Stellplätze auf der Fläche vor den drei Läden im Gebäude Marktplatz 10. Nun soll der Außenbereich des „Marktblicks“ vergrößert und entlang der Straße der Fußweg entstehen. Der Ausschuss stand vor der Frage: ist Glonn bereit, von der Anzahl nachweispflichtiger Stellplätze abzuweichen, wenn dafür der Marktplatz durch eine größer und besser gestaltete Außenanlage des „Marktblicks“ und einen Fußweg für die Allgemeinheit aufgewertet wird.

„Ja, Parkplätze sind knapp am Marktplatz“, bestätigte Bürgermeister Josef Oswald auf Anfrage der EZ. „Dennoch kann ich mir einen Verzicht darauf vorstellen, weil es durch den Fußweg einen Nutzen für die Allgemeinheit gibt. Der Fußweg muss aber der Öffentlichkeit dauerhaft zur Verfügung gestellt werden, da gibt’s dann auch kein Zurück mehr, ohne die Gemeinde. Wir sehen das Ganze als Verbesserung für Glonn, auf drei bis vier Parkplätze verzichten wir im Tausch gegen den Gehweg, die restlichen müssen anderweitig geschaffen werden“, sagt Oswald. „Die Leute fahren mit ihre Auto ja am liebsten bis vor den Tisch, um ihren Cappuccino zu trinken“, stellt der Bürgermeister fest. Die Ersatzparkplätze müssen in sinnvoller Entfernung zum Marktplatz, ebenerdig, nachgewiesen werden. Tiefgarage funktioniert laut Gemeindeoberhaupt nicht, in Nähe der Raiffeisenbank befindet er für akzeptabel. „Es braucht auch noch einen Antrag auf Nutzungsänderung der Außenfläche, und einen Bauantrag“, informierte der Bürgermeister.

„Gastronomie ist unser Herzstück, wir glauben daran, dass es nach der Pandemie weitergeht und bereiten uns darauf vor“, sagt Ilonka Steinberger (43) vom „Marktblick“. „Wir entwickeln zusammen mit der Hauseigentümerin gerade die Idee, diesen Fußweg mit historischen Steinen zu pflastern, auch eine Skulptur des Moosacher Bildhauers Hubert Maier soll aufgestellt werden, um den Marktplatz weiter zu verschönern“, versichert ihr Mann Markus Steinberger (44).

Susann Niedermaier

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