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Auf die Glonner Mittelschule kommt eine Photovoltaik-Anlage

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Auf die Glonner Schule kommt eine Photovoltaik-Anlage. © EB

Die Marktgemeinde Glonn zeigt sich klimabewusst. Sie errichtet auf dem Dach der Mittelschule eine Solaranlage. Die Kosten: 31 000 Euro.

Glonn – Die Marktgemeinde Glonn zeigt sich klimabewusst und errichtet eine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des Mittelschulgebäudes. Auf Anfrage der Grünen war 2019 von der Verwaltung eine Kostenschätzung dazu eingeholt worden, die mit 51 000 Euro sehr hoch ausfiel und aus wirtschaftlichen Gründen zunächst auf Ablehnung stieß. In jüngster Sitzung beauftragte der Marktgemeinderat jetzt die Vergabe der PV-Anlage an den günstigsten Bieter für knapp 31 000 Euro. 

Vorarbeiten am Dach kosten 11 000 Euro

Bevor die Anlage installiert wird, bereitet ein Zimmereibetrieb das Dach der Mittelschule vor. Dazu gab es ein Angebot über knapp 11 000 Euro. Peter Gröbmayr (CSU, 2. Bürgermeister) erntete quer durch alle Parteien und Listen Lob für seinen erfolgreichen Einsatz als findiger Bauexperte mit dem Ergebnis: Bei einem direkten Kauf der Dachziegel und bei einer Montage auf Regie könnten die Kosten wohl um rund 3000 Euro gesenkt werden.

Die geringeren Baukosten machen den Betrieb der Anlage kostendeckend

Aus rechtlichen Gründen betreibt die Gemeinde die Anlage selbst, statt das Dach an Dritte zu verpachten. Die geringeren Baukosten machen den Betrieb der Anlage kostendeckend. Der Fraktionssprecher der Glonner Grünen, Fritz Gerneth, drückte seine Freude über den Entschluss des Gremiums, die 30 kWp-Photovoltaik-Anlage zu errichten aus. Weiter betonte Gerneth, dass eine Entscheidung gegen die Anlage den Glonner Bürgern gegenüber kaum mehr vermittelbar gewesen wäre. 

„Ein kleiner Schritt zur regionalen Klimaneutralität“

Der Grünen-Chef berief sich dabei auf die Sitzung des Marktgemeinderates Mitte Dezember 2019, in der hatte sich das Gremium mit deutlicher Mehrheit zur gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für die Eindämmung der weltweiten Klimakrise bekannt und beschlossen, die Auswirkungen auf das Klima bei seinen Entscheidungen noch stärker zu berücksichtigen. „Durch den erzeugten Strom – immerhin genug für sieben bis acht Durchschnittshaushalte – ist diese Anlage ein weiterer, wenn auch kleiner, Schritt zur regionalen Klimaneutralität. Weitere werden folgen müssen, dafür werden sich die Grünen weiterhin stark machen“, so Gerneth.

VON SUSANN NIEDERMAIER

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