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Die neuen Glonner Gemeinderäte und der Bürgermeister .

Konstituierende Sitzung des Gemeinderats

Glonn hat jetzt einen Krisenausschuss

Der Glonner Marktgemeinderat hat in seiner konstituierenden Sitzung einen Krisenausschuss eingeführt.

Glonn– Was Corona so alles möglich macht! Diese Worte bezog Glonns Bürgermeister Josef Oswald auf die besonders weitflächige Turnhalle der Schule Glonn, in der erstmals eine konstituierende Sitzung des Marktgemeinderates stattfand. „Wenn Corona nicht mehr das Tagesgeschehen bestimmt, treffen wir uns wieder im wesentlich kuscheligeren Rathaussaal“, stellte Oswald in Aussicht, schränkte zugleich aber ein: „Einige Sitzungen werden wir wohl noch hier in der Turnhalle abhalten.“

Ein Drittel des Marktgemeinderates ist nach der Kommunalwahl neu besetzt, macht acht neue Gemeinderäte: Anna Hintermaier (CSU), Josef Pongraz (GFG), Frank Hauser (FDP), Steffi Kintzel (Grüne), Josef Axenböck (SPD / Komma), Joachim Stefer (CSU), Andrea Körber (Grüne), Siegfried Bertolan (Grüne).

„Ich verspreche Ihnen, dies ist das einzige Mal, zu dem Sie genau das sagen müssen, was ich Ihnen vorspreche“, versicherte Oswald, nachdem er allen Räten den Eid abgenommen hatte. Der Markgemeinderat einigte sich einhellig darauf, Oswald erneut durch zwei Stellvertreter zu unterstützen. Als 2. Bürgermeister wurde Peter Gröbmayr mit 15 Stimmen gewählt, Steffi Kintzel von den Grünen erhielt sechs Stimmen. 3. Bürgermeister der Marktgemeinde war und ist: Stefan Jirsak. Von 21 Stimmen erhielt er 13 – sieben Räte hätten sich Steffi Kienzel gewünscht, eine Stimme ging an Jutta Gräf.

Im Schnelldurchlauf erklärte Oswald den Zuhörern im Saal, dass die Geschäftsordnung einer Gemeinde beispielsweise die Befugnisse des Bürgermeisters und der Ausschüsse festlegt. Die Grünen hatten zwei Anträge eingereicht, auf Änderung der Geschäftsordnung, die beide mit jeweils den vier Stimmen der Grünen zu 17 Stimmen des restlichen Gemeinderates abgelehnt wurden. Zum einen wünschten die Grünen im Rahmen der Transparenz, dass die Themen, die in den nichtöffentlichen Sitzungen behandelt werden, auch öffentlich genannt werden (ohne Vertraulichkeit und Vorschrift zur Geheimhaltung zu verletzten). Weiter hätte die Grünen den Bürgern der Marktgemeinde gerne eine Bürgerfragezeit (gesamt 15 Minuten) zu Beginn jeder Sitzung des Marktgemeinderates eingeräumt, doch die Idee fand keinen Zuspruch bei den anderen Parteien und Listen. Der Marktgemeinderat entschied, künftig einen Krisenausschuss (zehn Mitglieder) zu benennen, um für Krisenzeiten wie durch Corona verursacht – oder, wie Oswald sagte, auch für Schlimmeres gerüstet zu sein.

„Falls in solchen Zeiten Gemeinderäte erkranken, sind wir im Krisenausschuss abgesichert, weil es für Ausschlussmitglieder zwei Stellvertreter gibt – ich hoffe aber, dass wir diesen Ausschuss nie brauchen werden“, sage Oswald.

Susann Niedermaier

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