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Hier wird es eng: Wenn die Glonner Feuerwehr zu einem Einsatz ausrücken muss, muss der Gehweg unter Umständen zur Ausweichstelle werden. Fußgänger und vor allem auch Schulkinder könnten gefährdet werden.

In Glonn bahnt sich ein Konflikt um Priorisierung zweier wichtiger Projekte an

Was kommt zuerst: Feuerwehrhaus oder Sporthalle?

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In der Gemeinde Glonn bahnt sich ein Streit an. Er könnte reduziert werden auf den Satz: „Was ist wichtiger: Eine neue Sporthalle oder ein neues Feuerwehrhaus?“

  • Feuerwehrhaus oder Sporthalle ist zum Wahlkampfthema geworden.
  • Die Glonner Feuerwehr hat sich in einem offenen Brief an die Öffentlichkeit gewandt.
  • Sportvereine und Feuerwehr haben beide gute Argumente.


Glonn – Ein neues Feuerwehrhaus oder eine neue Sporthalle: Für beide Projekte gibt es gute Argumente, beides zeitgleich zu verwirklichen würde die Finanzen der Kommune „definitiv“ überstrapazieren, sagt Bürgermeister Josef Oswald. Vor der Kommunalwahl bringen sich die beiden Sportvereine und die Feuerwehr mit ihren Forderungen in Stellung.

Offener Brief der Glonner Feuerwehr

In einem offenen Brief hat sich jetzt Kommandant Stefan Jaensch stellvertretend für seine Kameraden an die Glonner Bürger gewandt. Er widerspricht damit der Auffassung, dass das bestehende Glonner Feuerwehrhaus seine Aufgaben erfülle und das auch noch die nächsten Jahre tun werde. Zur Erinnerung: Die Glonner SPD hat den schnellen Neubau einer zusätzlichen Turnhalle zu ihrem vorrangigen Ziel erklärt. Sie verbindet damit die Hoffnung auf eine entsprechende Wählerresonanz bei der kommenden Wahl und verwies darauf, dass sechs Kandidaten auf ihrer Liste Mitglied in den beiden Glonner Sportvereinen seien, darunter der Vorstand des WSV, Josef Axenböck.

Sportvereine starten notfalls Bürgerbegehren

Wie berichtet, waren der ASV und der WSV Glonn bereit, notfalls ein Bürgerbegehren zu starten, um den Neubau einer Sporthalle endlich voranzubringen. Die Feuerwehr dagegen sagt: „Die Sicherheit der Glonner Schüler, Kindergartenkinder, Bürger und ehrenamtlichen Feuerwehrdienstleistenden darf nicht an zweiter Stelle stehen!“ Das sieht auch Oswald so und zitiert dazu drohende „Haftungsfragen“, denen sich wohl kein Gemeinderat aussetzen wolle.

Die Glonner Feuerwehr musste bei diesem Schulbusunfall schnell zur Stelle sein.

Feuerwehr verweist auf Gefahren

Drangvolle Enge: Im Glonner Feuerwehrhaus ist kaum Platz zum Umziehen für die Einsatzkräfte.

Um der Notwendigkeit eines neuen Feuerwehrgerätehauses Nachdruck zu verleihen, verweist Jaensch auf folgende Gefahren: „Anrückende Einsatzkräfte sowie abfahrende Feuerwehrfahrzeuge, die den Schulweg der Kinder kreuzen; Fahrzeuge, die aufgrund der engen Straße auf Gehwege ausweichen müssen; nur ein Drittel der benötigten Parkplätze für die Einsatzkräfte sind vorhanden; fehlende Sicherheitsabstände zwischen Umkleiden und den Feuerwehrfahrzeugen; Laufwege kreuzen die Fahrtwege der ausfahrenden Einsatzfahrzeuge usw.“ Sollte das neue Feuerwehrgerätehaus „wirklich zurückgestellt werden, und es bis zum Neubau doch zu einem Unfall durch die bekannten Gefahren kommen, hat der Gemeinderat und Bürgermeister nicht nur grob fahrlässig sondern vorsätzlich gehandelt und einen drohenden Personenschaden billigend in Kauf genommen. Dieser rechtliche Hintergrund und die daraus geltende persönliche Haftung muss jedem amtierenden und zukünftigen Gemeinderatsmitglied bewusst sein.“ Daraus ergebe sich eine Reihung: „An erster Stelle definitiv der Neubau des Feuerwehrhauses und anschließend die Realisierung der neuen Sporthalle.“

Glonner Sportstätte platzt aus allen Nähten

Die Argumente der beiden Sportvereine sind ebenfalls gewichtig. Sie verwiesen im Dezember darauf, dass ihre Sportstätte inzwischen aus allen Nähten platze. Heimspiele müssten auswärts stattfinden, Eltern-Kind-Turnen sei nach Zinneberg ausgelagert worden, es gebe einen Aufnahmestopp bei Angeboten für Kleinkinder und lange Wartezeiten beim Kinderturnen. Fußballer würden im Winter in Bruckmühl trainieren. Die Sporthalle wurde in den 50er Jahren gebaut, die Einwohnerzahl sei aber inzwischen auf 5300 gestiegen und ASV und WSV hätten zusammen 3300 Mitglieder.

Die Feuerwehr hat zwar weitaus weniger Mitglieder, aber ebenfalls gute Argumente: „2019 waren wir an 114 Einsätzen und insgesamt 4125 ehrenamtlichen Stunden für die Glonner Bevölkerung da. Die Glonner Bürger sollten bei der Kommunalwahl am 15. März ihre eigene Sicherheit und die der Freiwilligen Feuerwehr berücksichtigen“, sagt Kommandant Jaensch.

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