Der Tankzug hängt in der Leitplanke an der Glonner Ortseinfahrt. Daneben geht es steil den Abhang ins Mühltal hinunter.
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Der Tankzug hängt in der Leitplanke an der Glonner Ortseinfahrt. Daneben geht es steil den Abhang ins Mühltal hinunter.

Laster außer Kontrolle

Tankzug voller Benzin rutscht auf Abgrund zu: Leitplanke verhindert Katastrophe

  • Josef Ametsbichler
    vonJosef Ametsbichler
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Auf schneeglatter Fahrbahn hätte es im bayerischen Glonn (Kreis Ebersberg) fast ein schlimmes Unglück gegeben: Ein Tankzug voller Benzin drohte, einen steilen Abhang hinunterzustürzen.

  • Ein Tanklastzug voller Benzin ist in Glonn (Kreis Ebersberg) auf schneeglatter Straße ins Schlingern geraten.
  • Nur die Leitplanke verhinderte, dass der Treibstoff-Transport einen steilen Abgrund hinunter stürzte.
  • Die Feuerwehr geht davon aus, dass sonst wohl eine Katastrophe passiert wäre.

Landkreis – Nur die Leitplanke verhinderte einen verheerenden Unfall – und das mit Müh und Not: Auf eisglatter Fahrbahn wäre ein mit Benzin voll beladener Tankzug am Donnerstagmittag beinahe ins Glonner Mühltal gestürzt. „Es war ein Riesenglück, dass die Leitplanke gehalten hat, sonst hätten wir ein Riesenunglück gehabt“, sagt Kreisbrandinspektor Matthias Holzbauer. Direkt hinter der Leitplanke an der Münchener Straße, von der auf gut zehn Metern Länge schon Haltepfosten nachgegeben hatten, lag der Abgrund, unten fließt die Glonn.

Rutschig war es wegen Schnee und Eis vielerorts im Landkreis, wie auf dieser überwehten Straße bei Berghofen in der Gemeinde Moosach.

„Das kann man sich in allen Varianten ausmalen“, gruselt sich der Kreisbrandinspektor noch im Nachgang. Eine Umweltkatastrophe wegen auslaufenden Kraftstoffs wäre wohl das wahrscheinlichste Szenario gewesen; dass der Benzin-Tankzug in einem Feuerball aufgegangen wäre – „nicht auszuschließen“. Es kam zum Glück anders: Der Fahrer des Sattelzugs, ein 65-jähriger Nürnberger, blieb unverletzt, auch sonst kamen nur Lkw und Leitplanke zu Schaden. Der beschädigte Lkw musste abgeschleppt, der Kraftstoff zuvor in einen anderen Transporter umgepumpt werden. Für die Bergungsarbeiten musste die Glonner Ortszufahrt Richtung Schlacht stundenlang durch die Feuerwehr gesperrt bleiben.

Zunächst alarmiert waren laut Kreisbrandinspektion gemäß der Gefahrgut-Meldekette die Feuerwehren Glonn, Schlacht, Kastenseeon, Höhenkirchen-Siegertsbrunn, Egmating, Grafing, Ebersberg und Kirchseeon sowie die Dekontaminations-Spezialisten aus Eglharting und Forstinning. Die meisten Kräfte wurden aber schon auf der Anfahrt wieder abbestellt, als sich abzeichnete, dass die Katastrophe glücklicherweise ausgeblieben war. Den Schaden schätzt die Polizei auf 10 000 Euro.

Die Beinahe-Katastrophe von Glonn ist der spektakulärste einer ganzen Serie von Glätte-Unfällen im Landkreis Ebersberg. Viele Autofahrer scheint der Wintereinbruch samt Eis und Schnee in den vergangenen Tagen überrascht zu haben.

Alle Nachrichten aus Glonn und dem Landkreis Ebersberg bei der Ebersberger Zeitung.

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