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Glonn bekommt ein Freizeit-Gelände - Erste Aufbauten sind schon da

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Von: Josef Ametsbichler

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Die Grafinger „Resterampen“ laden zwei Glonner Bauhofmitarbeiter auf. Sie sollen Teil des neuen Freizeitgeländes werden.
Die Grafinger „Resterampen“ laden zwei Glonner Bauhofmitarbeiter auf. Sie sollen Teil des neuen Freizeitgeländes werden. © Josef Ametsbichler

Die Gemeinde Glonn hat sich 4800 Quadratmeter für ihr Freizeigelände gesichert – Es sind ein Skatepark und weitere Angebote vor allem für Jugendliche geplant.

Glonn – Neulich ist der Glonner Bauhof am Grafinger Eisstadion vorgefahren. Zwei kräftige Burschen wuchteten Rampen und Geländer des dortigen Skateparks auf die Ladefläche ihres orangefarbenen Lasters. Die gebrauchte Grafinger Rollsport-Anlage ist der erste Baustein für ein Freizeitgelände in Glonn, das nach einigem Vorlauf nun konkrete Formen annimmt.

Bis sich die Jugend auf Skateboards oder Inlinern in die Halfpipe stürzen kann, wird zwar noch mehr Zeit vergehen. Doch Bürgermeister Josef Oswald (CSU) kann nun vermelden: „Wir konnten uns ein Gelände sichern.“ Ein Nutzungsrecht per Dienstbarkeit auf 99 Jahre habe die Gemeinde für 4800 Quadratmeter Freifläche nördlich der WSV-Sportwelt, östlich des Bauhofs, einen Steinwurf abseits der Haslacher Straße. Für den Fall einer erfolgreichen Bauleitplanung. „Ich bin zuversichtlich“, sagt der Rathauschef über das laufende Verfahren für einen Flächennutzungsplan, das bald auch Thema im Gemeinderat sein soll. Der Monatszins bewege sich „deutlich über landwirtschaftlicher Pacht und deutlich unter Mieten für Wohnen und Gewerbe“, so der Bürgermeister.

Freizeitgelände Glonn: Jugendliche sollen mitreden

Viel brennender als das Geld dürfte vor allem die Glonner Jugend interessieren, was außer der Skateanlage noch auf dem Gelände geplant ist, das recht genau zwei Drittel eines FIFA-genormten Fußballfelds entspricht. Zuletzt war etwa auch ein Bikepark im Gespräch gewesen. „Wir müssen schauen, was kommt“, sagt dazu der Bürgermeister. Er wolle die Jugendlichen nochmals zu dem Thema hören, schließlich werde sich das Gelände wohl hauptsächlich an deren Bedürfnissen orientieren. Und seit der Jugendbefragung 2018 seien Jahre ins Land gezogen, in denen sich manche Bedürfnisse wandeln. Vorstellbar sei etwa eine Online-Umfrage. Man plane „keine großen baulichen Anlagen“, sagt Oswald.

Dieses Areal nördlich der „Sportwelt“ des WSV Glonn (im Hintergrund) soll als Freizeitgelände genutzt werden.
Dieses Areal nördlich der „Sportwelt“ des WSV Glonn (im Hintergrund) soll als Freizeitgelände genutzt werden. © Stefan Roßmann

Damit begegnet der Bürgermeister Befürchtungen von Anwohnern: 56 Glonner hatten 2020 in einem Schreiben Bedenken wegen des Freizeitgeländes geäußert; einen Ort mit dem Charakter eines Freizeitparks befürchtet, der zum Magneten für die gesamte Region werden könnte. „Nicht für ganz Oberbayern, sondern für die Glonner Jugend“ sei das Gelände gedacht, betont Josef Oswald gegenüber der EZ. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so attraktiv wird.“

Anlieger-Befürchtungen

Die Gemeinde werde mit den Anliegern sprechen und natürlich werde es Regeln geben, an die sich die jungen Besucher halten müssten. Es sei zwar blauäugig, so der Bürgermeister, zu glauben, dass es nie zu Ärger kommen werde. Entscheidend sei aber, einen „möglichst guten Kompromiss“ zu finden. „So, dass es für alle Seiten passt.“

Bis der Freizeitbetrieb auf dem Gelände losgehen kann, lagert die gebrauchte Grafinger Skatepark-Ausstattung auf dem Gelände des Bauhofs, so Bürgermeister Oswald. Er freut sich über die günstige Gelegenheit, die aus der Neugestaltung des Grafinger Geländes hervorgegangen sei. „Da sind keine großen Gelder geflossen“, sagt er über den Resterampen-Deal mit der Bärenstadt. „Denen waren die Sachen letztendlich im Weg.“

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