Rampen für große Sprünge: Ein Bike-Park wie hier am Tegernsee soll auch für Jugendliche in Glonn entstehen. Foto: tp
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Rampen für große Sprünge: Ein Bike-Park wie hier am Tegernsee soll auch für Jugendliche in Glonn entstehen.

Für Jugend

Radl-Rodeo am Bauhof: Glonn findet Standort für geplanten Bike-Park

Die Jugendlichen in Glonn wünschen sich mehr Freizeitmöglichkeiten. Der erträumte Bike-Park ist nun einen Schritt näher gerückt.

Glonn – Der Wunsch der Glonner Jugend nach einem eigenen Freizeitgelände könnte sich erfüllen. Der Marktgemeinderat beschloss in jüngster Sitzung mehrheitlich, den Weg zum „Sondergebiet Freizeit“ weiter zu verfolgen. Schon im Juli 2018 untersuchte eine Gruppe von Glonner Müttern, welche Freizeitangebote es für die Jugend im Ort gibt. Fazit: jüngere Kinder sind mit Angeboten versorgt, mager sieht es ab dem zwölften Lebensjahr aus.

Die Mütter entschieden, die Jugend selbst ins Boot zu holen und sie in Form eines Fragebogens zu befragen. Bürgermeister Josef Oswald zeigte sich offen für die Idee: 602 Glonner Jugendliche zwischen 12 und 21 Jahren wurden durch die Verwaltung angeschrieben, ein Fragebogen lag bei. Mit 176 Antworten erzielte die Aktion guten Rücklauf, die Jugendlichen formulierten konkrete Wünsche (wir berichteten). Einige der jungen Glonner wünschten sich Möglichkeit zum Klettern oder Bouldern, andere ein eigenes Kino im Ort, einen Bike-Park oder auch eine BMX-Bahn. 22 Jugendliche zeigten Interesse an einem Freizeitgelände im Ort.

Mündliche Zustimmung des Grundstückseigentümers

Basierend auf den Ergebnissen der Jugendbefragung beauftragte der Marktgemeinderat die Verwaltung, nach einer Lösung für einen Bike-Park zu suchen. Das Ziel: einen Aufenthaltsort für Jugendliche im Freien zu schaffen. In enger Zusammenarbeit mit dem WSV Glonn wurde ein Bike Park inklusive Zusatzflächen für anderweitige Nutzungen entworfen – Entwurfsplanung: 4800 Quadratmeter.

In der Februarsitzung 2019 versprach Bürgermeister Josef Oswald: „Wir sind auf der Suche nach einem passenden Grundstück.“

Jetzt könnte sich der Wunsch der Jugendlichen erfüllen. Denn: In jüngster Sitzung war zu vernehmen, dass es eine Fläche östlich des Bauhofs gibt, deren Eigentümer bereits seine mündliche Zustimmung zu einem Erbpachtvertrag mit der Marktgemeinde gegeben hat.

Vor Realisierung des Freizeitgeländes muss jedoch die übliche Bauleitplanung erfolgen (Sondergebiet Freizeit). Diese wird zeigen, welche konkreten Nutzung auf dieser Fläche erlaubt werden kann. Auch andere Themen wie Nutzungszeiten (Immissionsschutz) gilt es zu klären. Erst wenn diese Punkte abgearbeitet sind, kann eine konkrete bauliche Umsetzungen in Absprache mit der Gemeinde erfolgen.

Susann Niedermaier

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