Hochwasser in Glonn 2015.
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Dieses Bild stammt aus dem Jahr 2015. Erneut hieß es in Glonn „Land unter“. Dennoch tut sich beim Thema Hochwasserschutz wenig bis nichts.

Fraktion will das Thema „schnellstmöglich“ behandelt wissen

Hochwasserschutz: Glonner Grüne bemängeln mangelnde Aktivität

Glonn – Die Glonner Grünen bemängeln angesichts der dramatischen Hochwasserereignisse in Deutschland mangelnde Aktivität ihrer eigenen Gemeinde in Sachen Schutzvorkehrungen.

Die Notwendigkeit eines Hochwasserschutzes in der Marktgemeinde sei spätestens seit der Überflutung im Jahr 2002 bekannt. Seitdem sei das Thema in zahlreichen Gemeinderatssitzungen besprochen worden, es seien mehrere Planungen aufgestellt und diskutiert worden, allerdings gebe es bis heute keine konkreten Maßnahmen.

Der Antrag der Partei, Ende Juli im Gemeinderat über die Thematik zu sprechen, sei von Bürgermeister Josef Oswald (CSU) abgelehnt worden, so Nina Rutschmann, Sprecherin der Glonner Grünen, die bemängeln, dass die Gemeinde noch immer nicht in ein Planfeststellungsverfahren eingestiegen sei. „Für die Umsetzung der Hochwasserschutzmaßnahmen ist ein Planfeststellungsverfahren im Sachgebiet 44 – Immissionsschutz, Wasserrecht im Landratsamt Ebersberg durchzuführen. Ein solches ist bislang nicht formell eingeleitet“, habe die Untere Naturschutzbehörde im Landratsamt auf eine Anfrage der Glonner Grünen mitgeteilt.

Thema Hochwasserschutz soll „schnellstmöglich“ auf Tagesordnung

Gegenüber der Ebersberger Zeitung hatte Bürgermeister Josef Oswald am 20. Juli gesagt: Mit einem Planfeststellungsverfahren, durch das eine Lösung festgelegt werden könnte, „wird es keine friedliche Lösung geben“. Es gebe aber Gespräche mit Grundstückseigentümern.

Die Grünen haben nun beantragt, das Thema Hochwasserschutz „schnellstmöglich“ auf die Tagesordnung des Gemeinderats zu setzen und dabei Experten hinzuzuziehen. „Im Hinblick auf die Hochwasserereignisse dieses Jahres ist es zudem dringend geboten darüber nachzudenken, ob die vorliegenden Planungen noch sinnvoll sind oder angepasst werden müssen“, so die Grünen.

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