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Die ersten Proben laufen schon mal richtig gut: Thomas Pfeiffer möchte den Kirchenchor wieder zu alter Stärke bringen.

Katholische Pfarrei Glonn

Endlich wieder dahoam

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Thomas Pfeiffer hat nach 20 Jahren Jahren zum zweiten Mal die Glonner Kirchenmusik übernommen - und ist damit beruflich wieder heimgekehrt. 

Glonn – Eine lange Antrittsrede hat er sich gespart. Drei Worte reichen aus, um den Glonner Kirchenchor zu begrüßen. „Endlich wieder dahoam!“ Thomas Pfeiffer (51) ist überglücklich. Nach einer Unterbrechung von 20 Jahren hat der beliebte Organist, Pianist, Chorleiter und nicht zuletzt Musikschullehrer Mitte Januar wieder die Stelle des Kirchenmusikers in der katholischen Pfarrei Glonn übernommen. „Es hat jetzt einfach gepasst“, freut sich der Musiker, der seit 1989 in der Gemeinde lebt und von diesem Datum bis 1997 schon einmal als Kirchenmusiker bei der Pfarrei angestellt war. Es war keine einfache Zeit damals, und Pfeiffer wechselte mit seinem Engagement schließlich an die Musikschule, wurde dort stellvertretender Leiter, bildete zahllose Chorkinder und Nachwuchspianisten aus. Beides wird er auch weiterhin machen, genauso wie seine regelmäßigen Konzerte in Zinneberg und die Reihe der geistlichen Abendmusiken.

Der neue, alte Job ist eine Zweidrittelstelle, das heißt, für Musikschularbeit und Organistentätigkeit bei der evangelischen Gemeinde bleibt immer noch etwas Zeit.

„Ich bin leidenschaftlicher Kirchenmusiker“, sagt Thomas Pfeiffer. „Mir macht die Arbeit richtig Spaß.“ Vor allem, dass er dabei mit vielen verschiedenen Menschen zu tun hat, zum Beispiel bei der Arbeit mit dem Kirchenchor. „Der Chor ist wirklich leistungsfähig. Aber es fehlt an Personal.“ In allen Stimmlagen könnten noch Sängerinnen und Sänger gebraucht werden. Insgesamt, rechnet Pfeiffer vor, sind es knapp 30 Personen, die mitsingen. Damals, bei seinem ersten Engagement in Glonn, war es noch eine 70 Mann und Frau starke Truppe. Damit der Chor wieder in Richtung alter Stärke wächst, hat Pfeiffer ein attraktives Programm erarbeitet – von Orchestermessen über bayerisch-alpenländisches Musikprogramm bis hin zu Kooperationen für große Projekte. Dafür setzt der Kirchenmusiker auf gute Zusammenarbeit mit Chören aus der Nachbarschaft, insbesondere aus dem Pfarrverband.

„Wir sind total motiviert“, freut sich Angelika Kronthaler, Pfarrsekretärin und eine der Sängerinnen im Glonner Kirchenchor. „Das hätten wir uns doch gar nicht träumen lassen, dass Thomas Pfeiffer noch einmal unser Chorleiter wird!“ Unterstützung ist ihm also gewiss. Übrigens auch vom Pfarrer. Pfeiffer: „Er ist wirklich kooperativ. Ich freue mich auf eine tolle Zusammenarbeit.“

Aber Pfeiffer steht noch vor anderen Herausforderungen. Eine davon ist die Orgel in der Pfarrkirche. Bereits 2009 hat der Gutachter der Diözese, Professor Friedemann Winklhofer, dem maroden Instrument bescheinigt, „musikalisch wertlos“ zu sein, „eine Katastrophe“ und eine Qual für den Organisten“. Inzwischen ist das Pfarrheim errichtet und nun könnte die Orgel in den Fokus rücken. „Bald wird für eine neue Orgel gesammelt“, kündigt Thomas Pfeiffer an. Details stehen noch keine fest. Aber ein Wunsch: „Wir wollen hier richtig gute Musik machen.“

Am Mittwoch, 22. Februar, lädt Thomas Pfeiffer um 19.45 Uhr alle Glonner zu einem offenen Singen in den Pfarrsaal.

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