Material abgegriffen

Hausverbot am Wertstoffhof

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Kein Zutritt! Für drei Ungarn ist der Wertstoffhof an der Birkenstraße in Oberpframmern tabu.

Oberpframmern – Die Herrschaften gelten seit dieser Woche als „nicht berechtigte Personen“, ein Aufenthalt auf dem Gelände der kommunalen Sammelstelle ist den nicht in der Gemeinde gemeldeten Männern untersagt.

Der Gemeinderat hat sich für diesen Schritt entschieden und will es nur noch Oberpframmernern erlauben, dort Wertstoffe abzuliefern. Hintergrund ist folgender: In der Vergangenheit seien die drei Männer aus Ungarn regelmäßig mit zwei Lieferwagen zum Wertstoffhof gefahren, um frisch abgegebenes Material der Oberpframmerner abzugreifen und mitzunehmen. Darunter waren ausgemusterte Elektrogeräte, aber auch Wertstoffe wie Metalle. „Die Herren kamen, luden ein und fuhren wieder“, sagt Bürgermeister Andreas Lutz (CSU). Was mit den Sachen dann geschehen ist, wisse niemand.

Bürger hätten in der Vergangenheit kritisiert, dass die Ungarn ständig in deren Kofferräume schauten, wenn sie am Wertstoffhof waren, um „wertvolles“ Material auszuspähen. Sie fühlten sich gestört und bedrängt.

Aggressiv-aufdringlich gingen die Herren aber nicht vor, sagt Lutz. Dennoch wollte die Gemeinde die Sache beheben und legte fest, dass nur mehr Gemeindebürger auf das Gelände dürfen. Der Wertstoffhofleiter soll das kontrollieren, ein Schild daraufhinweisen.

Der Rathauschef begründet die Entscheidung damit, dass die Herren mehr oder weniger durch ihre „Arbeit“ auf dem Wertstoffhof nicht versichert seien und es eine Haftungsfrage sei. Es seien keine „offiziellen“ Mitarbeiter.

Rubriklistenbild: © dpa

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