Fern-Radler Niklas Bachmann in Lissabon, seinem ersten Reiseziel. Mittlerweile ist er in Südspanien.
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Fern-Radler Niklas Bachmann in Lissabon, seinem ersten Reiseziel. Mittlerweile ist er in Südspanien.

Glonner legt über 3000 Kilometer auf dem Fahrrad zurück

Es ist nicht zu stoppen: So geht es dem Glonner Fern-Radler Niklas Bachmann (19)

  • Raffael Scherer
    VonRaffael Scherer
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Niklas Bachmann aus Glonn ist nicht aufzuhalten. Er hat rund 3000 Kilometer auf seinem Rad zurückgelegt und ist an seinem Ziel in Lissabon angekommen. Von hier aus sollte es in die USA gehen. Doch daraus wird nichts. Bachmann hat neue Pläne.

Glonn – Als die Stadt Lissabon für Niklas Bachmann in greifbare Nähe rückte, war er zunächst sehr stolz auf sich. Doch die Freude währte nur kurz: Als er wie geplant am Nachmittag mit dem Fahrrad vor Lissabon ankam, wurde ihm der Weg von einer Autobahn versperrt. „Bis ich dann wirklich in Lissabon war, war es spätabends“, erinnert sich der 19-Jährige aus Glonn.

Genau zehn Wochen hatte er gebraucht, um die rund 3000 Kilometer von daheim bis in die portugiesische Metropole zurückzulegen. Dass er auf der gesamten Strecke nur einen einzigen Platten hatte, sei rekordverdächtig, sagt Bachmann und lacht verschmitzt. Denn allein auf einer früheren Tour zum Gardasee waren es schon drei.

Und auch seinem Spendenziel von 3000 Euro für die Tropenwaldstiftung OroVerde nähert sich Bachmann immer weiter: Kürzlich knackte er die 2000-Euro-Marke, dank der vielen Menschen, denen er auf seiner Reise begegnete.

Niklas Bachmann aus Glonn: Sehnsucht nach intensivem menschlichen Kontakt

Doch die Fahrradtour hat auch eine Kehrseite: „Wenn man so lange alleine reist, ist die Sehnsucht nach intensiverem, menschlichem Kontakt sehr groß“, erklärt er. Darum bleibt der Glonner an seinen Zwischenstopps nun immer mehrere Tage, damit er die Menschen dort besser kennenlernen kann: „Ich bin ein bisschen müde geworden, von den oberflächlichen Gesprächen mit den Leuten, die ich nur kurz getroffen habe“, erklärt er. Immer nur über Wetter oder seine Reisepläne zu reden, wird eben auf Dauer langweilig.

Sein ursprünglicher Plan, von Portugal aus in die USA zu fliegen, musste er wegen der amerikanischen Einreisebeschränkungen wieder verwerfen. Doch in Lissabon war dem 19-Jährigen bereits klar: „Die Reise darf auf keinem Fall zu Ende sein.“ Bis Ende Oktober möchte er auf jeden Fall noch weiterradeln.

Niklas Bachmann aus Glonn: Mittlerweile in Südspanien angekommen

Mittlerweile ist er im Süden Spaniens angelangt und überlegt sich alternative Reiserouten. Denkbar wäre über Korsika, Italien, Albanien und über Osteuropa wieder nach Hause zu reisen. Aber auch den Weg über England und Irland kann sich Bachmann vorstellen. Jetzt geht es aber erst einmal nach Barcelona, bis dahin ist noch genügend Zeit zum nachdenken. Hoffentlich nicht wieder über die Autobahn.

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