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Ein stationärer Blitzer an der Hauptstraße sei so gut wie nicht zu realisieren. Laut Freistaat gebe es eine Regelung, die solche Geräte innerorts, nur in ganz speziellen Fällen erlaube, informierte Bürgermeister Josef Oswald. 

Das sagt der Freistaat

Warum es in Glonn keinen festen Blitzer geben wird

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Ginge es nach Anton Altinger, gäbe es an der Hauptstraße durch Glonn einen stationären Blitzer. Es reden aber noch andere mit. 

Glonn – Dass in der Gemeinde Menschen durch Fahrzeuge gefährdet werden, hat sich im letzten Jahr bewiesen. 2016 ist 76-jährige Frau von einem Auto erfasst worden, als sie einen Zebrastreifen in der Zinneberger Straße überqueren wollte. Altinger vertritt die Interessengemeinschaft(IG) zur Reduzierung der Verkehrsbelastung in Glonn. Diese stellte einen Antrag an den Gemeinderat. Das Gremium solle die Überwachung des Verkehrs in der Gemeinde verbessern, vor allem an der Hauptstraße, forderte die IG – einige der Mitglieder kamen zur Sitzung.

Freistaat müsste genehmigen

Die zukünftigen Blitzerstandorte sollen gemeinsam mit dem Verkehrsverein bestimmt werden. An 23 Stellen im Ort werden bereits immer wieder für ein paar Stunden Fotos gemacht. Die IG will, dass anhand gesammelter Daten – wann Fahrzeuge wo schnell fahren – der Gemeinderat über einen stationären Blitzer entscheidet. Bürgermeister Josef Oswald (CSU) hatte weniger gute Nachrichten: Ein stationärer Blitzer an der Hauptstraße sei so gut wie nicht zu realisieren, laut Freistaat gebe es eine Regelung, die solche Geräte innerorts, nur in ganz speziellen Fällen erlaube. Beispielsweise in München, wenn täglich 150 000 Fahrzeuge fahren. Es brauche eine besondere Genehmigung von Freistaat, Polizei und Bezirksregierung. Glonn sei da „ausgeschlossen“, sagte Oswald.

Glonn soll Geschichte schreiben

Ernüchtert zeigten sich einige Gemeinderäte. Fritz Gerneth (Grüne) sagte, dass ein fester Blitzer „schon möglich“ sei, es eben ein „mühsamer Weg“ werde und Glonn die erste Gemeinde mit festen Blitzer werden solle. Oswald darauf: „Eher haben wir einen Sechser im Lotto.“ Gerneth: „Wenn wir gar nichts machen, ändert sich auch nichts.“ Renate Glaser (SPD/ KOMMA) sah das ähnlich: „Es ist falsch zu sagen, ein Blitzer geht nicht.“ Einigkeit gab es darüber, dass die Interessengemeinschaft eine Liste für die bestehenden Blitzerstandorte in Glonn bekomme. Gemeinsam mit der Gemeinde sollen Stellen gesuchte werden, an denen es „besonders brennt“. Alexander Senn (CSU) sagte, Blitzer vermeiden keinen Verkehr. „Wir müssen uns unterhalten, den Verkehr zu reduzieren.“

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