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Sport ist für die Glonner Jugendlichen wichtig. Viele sind in Vereinen aktiv.

Fragebogenaktion ausgewertet

Das wünscht sich die Glonner Jugend

Hat die Marktgemeinde der Jugend etwas zu bieten? Sind die jungen Glonner zufrieden mit dem Angebot, das es für sie in ihrer Heimatgemeinde gibt?  Fragen , die die Jugendlichen bei einer Fragebogenaktion beantworten konnten. 

Glonn – Im Juli hatte sich eine Gruppe von Müttern Gedanken gemacht, welche Freizeitangebote es für die Jugend gibt. Den Müttern war aufgefallen, dass die Kinder sehr gut mit Angeboten versorgt sind, doch nur bis etwa zum zwölften Lebensjahr. Zuerst entstand die Idee, einen Bike-Park zu entwickeln, dann entschieden die Mütter, die Jugend selbst ins Boot zu holen und sie zuvor zu befragen.

Von 602 verschickten Fragebögen kamen 176 ausgefüllt zurück. „Das sind knapp 30 Prozent, das ist eine sehr gute Rücklaufquote“, freute sich Mit-Organisatorin Monika Wilken. Die Soziologin informierte den Gemeinderat über die Ergebnisse.

Hier Auszüge daraus: Bei den Freizeitaktivitäten zeigte sich, dass Sport für die 14- bis 15-Jährigen am Wichtigsten ist und dass das Glonner Schwimmbad aber keinen sonderlichen Anziehungspunkt darstellt. Weitere Spitzenreiter sind: „Freunde treffen“ und „draußen sein“, wobei das Jugendzentrum (JUZ) kaum Bedeutung findet. 115 der Befragten kennen diese Einrichtung gar nicht, lediglich 48 kennen das JUZ und nur zehn Befragte sind ab und zu dort. Als Hauptgründe wird ein mangelndes Aktionsangebot angegeben. Zudem finden die Jugendlichen das JUZ wegen der bestehenden Räumlichkeiten nicht attraktiv. Sie wünschen sich das JUZ gemütlicher, Räume für Partys, eine Bar und eine Musikanlage, Billard und Kicker. Zudem fände ein großer Anteil vielfältige Workshops mit künstlerischen Inhalten gut, aber auch Basteln und Kochen. Einige fänden es gut, wenn es im JUZ jemanden gäbe, der sich um die Jugend kümmert. „Einen Jungendpfleger beispielsweise, den haben andere Gemeinden“ weiß Wilken.

Die meisten der Befragten wohnen sehr gerne in der Marktgemeinde. Doch sie haben auch Wünsche an ihren Wohnort: Mehr Vielfalt wie einen Dirt-Bikepark oder eine BMX-Bahn, Platz für Volleyball oder Beachvolleyball, Klettermöglichkeit, Bouldern, Basketballkörbe, Sitzmöglichkeiten, um sich mit Freunden zu treffen. Die jungen Menschen träumen von einer Disco im Ort, einer Cafeteria und von Mädchenfußball. 

Auch zur Infrastruktur hat die Jugend Ideen: ein Kino, ein größeres Schwimmbad, mehr Angebote auch außerhalb der Ortsmitte, eine Anbindung an den MVV und ein Nachtbus stehen auf den Fragebögen.

Wie geht’s nun weiter? „Es wird ein weiteres Treffen geben, mit dem Bürgermeister und den beiden Jugendbeauftragten Karoline Sigl und Renate Glaser, informiert Wilken. Da soll dann die Sichtweise der Jugendlichen überdacht werden und auch, was davon realisierbar ist. Das Konzept Jugendtreff wird auf den Prüfstand kommen, auch die Idee einer Kommunalen Jugendpflegestelle. Wilken meinte hierzu: „Es könnten ja auch eine Stelle werden, die sich die VG Gemeinden teilen.“

Susann Niedermaier

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