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Trauer um Wolfgang Jaensch

"Bei Einsätzen immer der Erste"

Tiefe Trauer in Glonn um Wolfgang Jaensch

Glonn - Er war bei der Feuerwehr, den Bavarian Bulls, im Burschenverein und im katholischen Männerverein Tuntenhausen: Am Samstag verunglückte Wolfgang Jaensch mit seinem Motorrad tödlich auf der A99. Er wurde nur 28 Jahre alt.

Tiefe Trauer über den großen Verlust herrscht bei der Familie, Fassungslosigkeit bei den Mitgliedern der Glonner Vereine, bei denen sich der „Jänschä“engagierte.

„Dieser Verlust reißt menschlich eine große Lücke in unsere Gemeinschaft“, sagt Thomas Daxer, 1. Vorstand der Glonner Feuerwehr in Namen aller. Bereits mit 15 Jahren ging Wolfgang Jaensch zur Feuerwehr, machte Atemschutztrainings, war Gruppenführer und Maschinist und „bei den Einsätzen immer der Erste“, wie sich seine Kameraden erinnern. Möglich machte dies sein Arbeitgeber, die Glonner Firma Hans Brunner, bei der der „Wolfi“ als Werkzeugmacher arbeitete.

Seinen Beruf mochte der „Jänschä“ sehr gern, in der Firma war er sehr gut integriert und galt als zuverlässiger Kollege. In seiner Freizeit begeisterte sich von September bis April für Eishockey, fuhr zu jedem Spiel des Rosenheimer Clubs und gründete den Fanclub „Eisbleame Glonn“. Zudem engagierte er sich bei zahlreichen Glonner Vereinen, mal als Vorstand, mal als Schriftführer, mal als Koch.

„Er war sich für keine Arbeit zu schade und packte immer ganz stark an“, erinnert sich Hans Huber vom Burschenverein „Greawinkler Schlacht“, zu deren Vorstand Jaensch erst im März gewählt worden war.

Nicht nur wegen seiner zupackenden und hilfsbereiten Art war Wolfgang Jaensch überall so beliebt, sondern auch, weil er ein lebenslustiger und fröhlicher Kerl war, der immer einen Scherz auf den Lippen hatte. Unvergessen bleiben bei seinen Freunden sein Humor, seine Energie und seine Großzügigkeit, aber auch seine Ecken und Kanten. „Er konnte schon stur sein, aber er war nie nachtragend“ sagt Wolfgangs älterer Bruder Stefan, 1. Kommandant der Glonner Feuerwehr. Schon früh begeisterte Wolfgang Jaensch sich für alles Motorisierte, erzählt seine Mutter, spazierengehen dagegen habe er gehasst. Das war wohl einfach nicht sein Tempo. In der Runde der Vereine fallen jedem zahlreiche Anekdoten mit dem „Jänschä“ ein, seine offene Persönlichkeit und sein lebensfohes Wesen wirkten ansteckend. Ins seiner Nähe konnte es einem gut gehen.

Von Christine Gerneth

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