Schießerei an High School in Los Angeles: 15-Jähriger auf der Flucht

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Wir wollen unser Schwimmbad behalten: Glonner Bürger machen mobil gegen die „Trockenlegung“. Foto: gerneth

Bürger fordern: Lasst uns nicht auf dem Trockenen sitzen!"

Glonn - „Bitte lasst uns das Hallenbad“ steht in großen Buchstaben auf einer Fotowand im Glonner Schwimmbad. Darunter Bilder von Benutzern, von der Wasserwacht, dem Kinderhort, der Aqua-Gymnastik- sowie der Senioren-Schwimmgruppe. Alle wollen, dass das Bad erhalten bleibt.

Die Bürger setzen sich mit ihren Fotos für die Sanierung und damit die Erhaltung des gemeindlichen Schwimmbades ein. Nach über 40 Jahren Betriebsdauer muss das Hallenbad nämlich dringend saniert werden (wir berichteten). Und das wirft sofort die Frage nach den Kosten und anschließend die nach dem Kosten-Nutzen-Verhältnis auf.

Der Zustand des nunmehr 42 Jahre alten Schwimmbades an der Glonner Volksschule ist, laut Gutachten, in mehreren Punkten als „sehr schlecht“ einzustufen. Neben verschiedenen baulichen Mängeln sei die geforderte Badewasserqualität aufgrund der veralteten Aufbereitungstechnik nur grenzwertig und nur unter großem Aufwand und ständigen Kontrollen zu gewährleisten, erklärte Schwimmlehrer Jürgen Puls den Gemeinderäten im Dezember.

Wie teuer eine Sanierung des Bades werden könnte, ermitteln derzeit zwei Ingenieurbüros. Doch nicht nur die Sanierungskosten müssen die Gemeinderäte in ihre Überlegungen einbeziehen, die Ingenieurbüros werden auch die Kosten für eine eventuelle Schließung des Bades mit anschließender alternativer Nutzung berechnen und vorlegen. Doch daran wollen die Initiatoren der Hallenbadinitiative nicht denken, sie wollen Interesse und Präsenz zeigen, bevor es zu spät ist.

In Zeiten knapper Haushaltsbudgets bestehe die Gefahr, dass eine Sanierung und weitere Betreibung des Hallenbades als zu teuer eingeschätzt wird und der Sanierung nicht zugestimmt wird. „Wir möchten zeigen, dass das Schwimmbad für Familien mit Kindern, Senioren und natürlich die Schüler eine tolle und wichtige Sportstätte ist“, sagt Marion Bender, die die Fotoaktion initiiert hat. „Es geht um nichts weniger als um Lebensqualität und Schaffung und Erhaltung eines sozialen Gefüges, in dem ein Gefühl von Zugehörigkeit und Bindung zum Wohnort gedeihen kann“, schließt sich Marion Sellmer an. Dafür seien auch knappe Haushaltsmittel gut investiert.

Wie wichtig das Hallenbad für das soziale Gefüge des Dorfes ist, zeigt sich deutlich an diesem Warmbade-Mittwochnachmittag: Schwimmlehrer Jürgen Puls verabschiedet die älteren Schwimmer der Seniorenschwimmzeit und begrüßt gleichzeitig Kinder und ihre Eltern zur Tobezeit. Er kennt sie alle mit Vornamen, hilft einer Seniorin aus dem Wasser und verteilt Schwimmgeräte an die Kinder.

„Mittwochs haben wir regelmäßig deutlich über 100 Besucher in den vier Stunden Öffnungszeit“, sagt Puls. Das Glonner Hallenbad nutzen nicht nur alle Schüler der Grund- und Mittelschule Glonn, sondern auch die aktive Wasserwacht Glonn für ihr Training und die beliebte Hallenbaddisco, der WSV mit verschiedenen Sportangeboten, der Kinderhort sowie verschiedene Schwimmschulen.

Wie wichtig Bürgermeister Martin Esterl die Sanierung und Erhaltung des Schwimmbades ist, machte er bereits in der Dezembersitzung deutlich. Wie wichtig den Glonnern ihr Hallenbad ist, machten Wasserratten jeglichen Alters auf der Fotowand deutlich: „Lasst uns nicht auf dem Trockenen!“, „Untrainierte Rettungsschwimmer retten keine Leben!“ und „Wir wollen schwimmen lernen, nur wo?“ heißt es dort. Eine Antwort gibt der Glonner Gemeinderat. Wir berichten.

Von Christine Gerneth

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