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Glonner "Marktweiber" fordern Verjüngungskur

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Schön ist anders: Der Glonner Martkplatz könnte eine Verjüngungskur gut gebrauchen. Nur wie? foto: sro
Schön ist anders: Der Glonner Martkplatz könnte eine Verjüngungskur gut gebrauchen. Nur wie? foto: sro

Glonn - Den Maibaum versetzen, die Straßen zu einer zusammenlegen, die Parkplätze am Rathaus etwas verschieben - so könnte der neu gestaltete Glonner Marktplatz aussehen, wenn es nach den „Marktweibern“ geht, die jährlich den Nachtflohmarkt organisiern

„Schon seit Jahren gibt es Pläne zur Umgestaltung des Marktplatzes“, erklärte Elisabeth Tuschter (SPD/KommA) in der Sitzung des Glonner Marktgemeinderates. „Es ist aber immer an den fehlenden finanziellen Mitteln gescheitert.“ Tuschter ist Mitorganisatorin des Nachtflohmarktes, der seit elf Jahren immer im Juli in der Gemeinde durchgeführt wird. Erklärtes Ziel von Anfang an: Geld sammeln für die Umgestaltung des Marktplatzes.

Nun präsentierte Tuschter einen Antrag der „Marktweiber“, in dem die Gemeindeverwaltung um Baubeginn in diesem Jahr und um technische Unterstützung seitens des Bauhofs gebeten wird. Die finanziellen Mittel würden die Marktweiber zur Verfügung stellen, Zahlen nannte Tuschter allerdings nicht.

Das Gremium bekam einen Entwurf des Planers Manfred Schulz aus Großkarolinenfeld zu sehen. Wichtigste Veränderungen dabei: Die Ein- und Ausfahrt wird zu einer Straße zusammengelegt, der Maibaum etwas versetzt und die Parkplätze vor dem Rathaus verschoben, sodass der Eingang frei ist. „Das ist eine Planung, die wirklich sehr gelungen ist“, meinte Tuschter. Gleichzeitig betonte sie, der Umgestaltung würden keine Parkplätze zum Opfer fallen.

„Ich möchte die Damen für ihre Initiative loben“, sagte CSU-Rat Georg Empl. „Ich finde es super, was sie hier machen und es ist richtig, dass eine Umgestaltung stattfindet.“ Dann kam das große Aber: „Das Einzige, was mir nicht gefällt, ist der Plan.“ Der Platz solle nicht asymmetrisch werden, sondern rund bleiben. „Wir operieren hier am Herzen vom Ort. Deshalb will ich mehr Pläne sehen“, forderte der Gemeinderat. Georg Raig (CSU) sah insbesondere bei einer gemeinsamen Ein- und Ausfahrt ein Problem: „Wenn da jemand ausparken will, sind beide Spuren versperrt.“

Bürgermeister Martin Esterl (SPD/KommA) schlug schließlich vor, die Flohmarkt-Organisatorinnen sollten die Öffentlichkeit und Vertreter der Fraktionen („da wird’s ja einen kreativen Kopf pro Fraktion geben“) zeitnah zum Gespräch einladen, um das Ganze in die Gänge zu bringen. Tuschter hielt den Vorschlag für „eine gute Idee“. Zudem wird mit dem Marktschreiber in der kommenden Woche ein Flyer an die Haushalte verteilt, in dem die Umgestaltung des Platzes vorgestellt wird.

Von Tanja Beetz

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