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Maskottchen Billy macht auf Partys Werbung für die Geschäftsidee von Philipp Nick und seinen vier Freunden: Sie vermarkten Goaßn-Mass in 0,33-Liter-Dosen.

Die Idee, die in eine Dose passt

Goaßn-Mass in 0,33-Liter-Dosen

Poing – Ein Geißbock soll die Welt erobern – das jedenfalls ist der Plan von fünf jungen Männern aus Oberbayern. Ihre Geschäftsidee: die traditionelle Goaßn-Mass in 0,33-Liter-Dosen.

Die ersten 10.000 Stück sind abgefüllt, einige bereits verkauft. Für die Vermarktung haben sie ihre eigene Strategie entwickelt.

Seit diesem Treffen sind drei Monate vergangen – und die fünf Burschen haben seitdem einiges unternommen, um ihre Idee zu vermarkten. „Ein paar Tage später hatten wir schon einen Abfüller, die Eb Secco GmbH in Wörrstadt bei Mainz“, erzählt Philipp Nick. Per Zufall zog er eine Brauerei für das Bier an Land: das Bürgerbräu Bad Reichenhall. „Wir sind dorthin gefahren, haben unser Konzept präsentiert, und die waren gleich dabei“, erzählt der 21-jährige Kaufmann für Bürokommunikation. Der Grundstein war gelegt, die Firma konnte unter dem Namen „Vintage Bavaria Ltd.“ gegründet werden. Mit Eb Secco handelten die Jungunternehmer einen Darlehensvertrag fürs Startkapital aus.

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Doch von Anfang an war ihnen klar, wenn sie das Produkt auf den Markt bringen wollen, brauchen sie eine Identifikationsfigur. Ein Maskottchen. Gefunden haben sie es in Slowenien. „Dort war einer von uns in Urlaub und hat auf einer Hauswand einen Geißkopf als Grafitti entdeckt“, erzählt Philipp Nick. Der Spezl machte ein Foto vom Kunstwerk, schickte es per Handy an seine Mitstreiter – und die waren sich sofort einig, dass sie gefunden hatten, wonach sie suchen. Freunde erstellten anhand des Geißkopfes eine Grafik, ein Design für die Dose. „Billy the Goat“ nennen sie ihre Marketing-Geiß – natürlich haben sie ihre Werbefigur als Name und Logo bereits beim Patentamt schützen lassen.

Neue Erfindungen auf der Tüftlermesse

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Seitdem taucht auf Partys in und um München immer wieder eine in Anzug gekleidete Ziege auf – eine Werbestrategie. „Billy soll zeigen, dass er der schönste und beste der Welt ist – weil er die Do(a)sen trinkt“, sagt Philipp Nick. Für diese Vermarktungsidee haben sich der 21-Jährige und seine Freunde von Maskenbildnern der Staatsoper eigens eine Geißkopfmaske anfertigen lassen.

Langsam beginnt die Idee konkret zu werden: Die ersten 10 000 Do(a)sen sind bereits abgefüllt, im Umland wird über die Goaßen in der Dose bereits gesprochen. In München ist es noch nicht so weit, erzählt Nick. Einzig die Szene-Discothek „P1“ habe Interesse gezeigt – aber sie wollte sich für fünf Jahre die Exklusivrechte an den Do(a)sen und Werbefigur Billy sichern. „Das war uns zu riskant“, sagt Nick. „Was wäre, wenn während dieser Zeit jeder unser Getränk will, wir es aber nicht verkaufen können?“ Also machen die fünf Jungunternehmer weiterhin auf Partys Werbung für die Do(a)sen. Mit Billy, ihrer menschlichen Geiß – und mit jeder Menge Überzeugung.

Armin Rösl

Sie erreichen die jungen Unternehmer unter folgender Mail-Adresse: info@vintage-bavaria.de

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