Philipp Goldner, „Tunnel-Erfinder“:Zuversichtlich

Goldner sieht weiter Licht im Tunnel

Ebersberg - Philipp Goldner ist keineswegs entmutigt. Zwar hatten die Planer vom Rosenheimer Straßenbauamt am Vorabend „seinen“ Ebersberger Stadttunnel sehr kritisch betrachtet und eine Reihe Hürden für dessen Realisierung aufgezeigt (wir berichteten), in Bausch und Bogen abgelehnt wurde der Plan des Ebersberger Grünen-Stadtrats bei der Vorstellung der Machbarkeitsstudie jedoch nicht.

Goldner sagte am Mittwoch gegenüber der EZ, er sei „absolut zuversichtlich“, dass vier der fünf Häuser erhalten bleiben könnten, die nach Ansicht des Bauamts für den Tunnel abgerissen werden müssten. Goldner nannte ein „leichte Modifikation“ der Tunneltrassenlinie als Voraussetzung für den Gebäudeerhalt. Er sei enttäuscht, dass sich die Rosenheimer Behörde „da nicht mehr Gedanken gemacht hat“.

Die will sich jetzt auch die Ebersberger SPD zusammen mit Mitgliedern und Bürgern machen. Stadtrat Hans Mühlfenzl sagte, man sei nach der Vorstellung der Machbarkeitsstudie „so schlau wie vorher“. Was ihm fehle, sei die „Nachhaltigkeit der Planung in Richtung Gesamtkonzept“. Die SPD werde einen Arbeitskreis ins Leben rufen und sofort mit der Diskussion beginnen.

CSU-Ortsvorsitzender Florian Brilmayer, der vor einigen Wochen ein Gesamtverkehrskonzept für den Landkreis Ebersberg angestoßen hatte, meinte, seine Partei werde nun eine Variante nach der anderen untersuchen und gleichzeitig das Gesamtkonzept nicht aus den Augen verlieren. „Da muss man zweigleisig fahren.“

Anzings Bürgermeister Franz Finauer (Freie Wähler) reagierte kämpferisch auf die vorgestellten Trassenvarianten, vor allem auf die, die den Nachbarn Forstinning betreffen. „Wir werden uns mit aller Macht gegen Lösungen sperren, die Anzinger Flur zerschneiden.“

Nun sollen sich die Stadt- und Gemeinderäte intensiv mit den vorgestellten Plänen beschäftigen. Bis Ostern sollen offene Fragen vom Straßenbauamt geklärt werden. Claus-Peter Olk, Vize-Chef der Behörde hofft auf eine breite Mehrheit für eine Lösung.

Ebersbergs Bürgermeister Walter Brilmayer (CSU) sagte, es bestehe kein Anlass zur Eile. Es könne durchaus sein, dass der Ausbauplan für Staatsstraßen nicht schon 2010 sondern erst ein „paar Jahre später“ fortgeschrieben werde.

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