Mit dem Expeditionsmobil Momo in der ganzen Welt unterwegs: Der Traum eines Grafinger Ehepaars geht in Erfüllung.

Die Ausreiser

Grafing - Eine Weltreise - davon träumen viele. Im eigenen Wohnmobil die Welt erkunden, fahren wohin man will und alles ohne Zeitdruck. Für die meisten bleibt dies aber immer nur ein Traum.

Karin Döring (58) und Manfred Leyendecker-Döring (65) aus Grafing jedoch haben sich diesen Traum erfüllt.

Die beiden haben Anfang 2013 ihr Haus verkauft, ihren Job gekündigt, ihren Haushalt aufgelöst und sind zu einer Weltreise aufgebrochen - ohne Zeitlimit. Ihr ständiger Begleiter ist Momo - ein Bundeswehr-Laster, der in neun Monaten von den beiden zu einem Expeditionsmobil umgebaut wurde.

Im April 2013 ließen sich die Abenteurer schließlich nach einer kurzen Abschiedstour durch Deutschland mit ihrem „Momo“ von Hamburg aus auf einem Containerschiff nach Montevideo (Uruguay) bringen. In den nächsten dreieinhalb Jahren erkundeten sie dann Süd- und Zentralamerika.

Egal ob Feuerland, Chile, Peru, Ecuador, Kuba, Mexiko oder Panama - die Grafinger waren dort. „Nur oben in Südamerika waren wir nicht,“ erklärt Manfred Leyendecker-Döring die derzeit schwierige Lage in Venezuela. Dort konnten seine Frau und er nicht einreisen. Dies ist aber eine Ausnahme.

„Die Reise ist bisher sehr gut und ohne Zwischenfälle verlaufen,“ sagen Karin und Manfred Döring. Ihr Expeditionsmobil leistet den beiden sehr gute Dienste. Und die Menschen in Süd- und Zentralamerika seien alle sehr nett und freundlich.

„Sie sind dort alle sehr hilfsbereit“, lobt Döring. Für die Kommunikation ist Spanisch unentbehrlich. Außerhalb der großen Städte reicht Englisch nicht aus, deshalb besuchten Karin und Manfred Döring Sprachkurse, um sich verständigen zu können.

Einmal im Jahr, spätestens alle eineinhalb Jahre, fliegen die beiden für kurze Besuche nach Deutschland zu ihren zwei erwachsenen Söhnen, zu Familien und Freunden. So auch derzeit.

„Ab September sind wir dann wieder für circa 18 Monate weg,“ sagt Manfred Döring über die Weiterführung seiner Weltreise.

Von Mexiko aus, wo sie ihren treuen „Momo“ zurückgelassen haben, geht es durch die USA hinauf nach Alaska. Im Anschluss stehen noch Südafrika, Australien, Neuseeland, Asien und schließlich Europa auf dem Programm. „Gefährliche“ Länder, wie beispielsweise Westafrika, bereisen die beiden aber nicht. Eine genaue Reiseroute haben Karin und Manfred Döring dabei nicht. Sie fahren wohin sie wollen und folgen ihrem Traum - Reisen ohne Zeitlimit. Auf ihrem Blog www.die-ausreiser.de stellen sie alle drei bis vier Wochen Reiseberichte mit vielen Fotos ein, sodass jeder ihre Reiseroute, ihre Entdeckungen und Erlebnisse nachlesen kann. Eine Tour um die Osterinsel, Kubas Hauptstadt Havanna, Machu Picchu oder der Panamakanal - die beiden erkunden die Welt mit all ihren Sehenswürdigkeiten, reisen aber auch abseits der Touristenpfade.

Von Michaela Sanktjohanser

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Auch wenn Kosten steigen:  Kreispolitiker und Schulleitung sehr zufrieden über Anbau-Plan am Gymnasium Vaterstetten
Bildung ist teuer. Der Landkreis investiert in diesem Bereich erheblich. Eines der Projekte ist das Gymnasium Vaterstetten. Dort sollen die Übergangs-Container nun …
Auch wenn Kosten steigen:  Kreispolitiker und Schulleitung sehr zufrieden über Anbau-Plan am Gymnasium Vaterstetten
Aßling: Wasser günstiger, Abwasser teurer
Gute und schlechte Nachricht für die Aßlinger: Zum Jahreswechsel werden die Gebühren für Wasser nochmals günstiger, das Abwasser aber teurer. 
Aßling: Wasser günstiger, Abwasser teurer
Weil nichts weitergeht: Ebersberger Stadträte stocksauer auf Kirche
Gut Ding will Weile haben, heißt es. Wer geduldig ist, wird also mit der Aussicht auf eine optimale Lösung belohnt. Dumm nur, wenn Geduld gefragt ist und das Ergebnis …
Weil nichts weitergeht: Ebersberger Stadträte stocksauer auf Kirche
Poinger Wollmäuse: Stricken für behindertengerechtes Auto
Die schwerbehinderte Theresa Kreutz aus Poing hätte gerne ein behindertengerechtes Auto. Dazu aber fehlt ihr das Geld. Die Poinger Wollmäuse wollen helfen. 
Poinger Wollmäuse: Stricken für behindertengerechtes Auto

Kommentare