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Fanny Propstmeier durfte den Grafinger CSU-Abgeordneten Thomas Huber bei der Arbeit begleiten.

Schülerinnen des Max-Mannheimer-Gymnasiums schnuppern in Politikbetrieb

Zwei „Neue“ im Landtag: Wie die Politik wirklich ist

Wie funktioniert Politik auf Landes- und kommunaler Ebene? Das wissen jetzt Amelie Schrenk und Fanny Propstmeier 2 Schülerinnen des Grafinger Max-Mannheimer-Gymnasiums.

Landkreis – Mit 27 Prozent sind die Frauen im bayerischen Landtag im Gegensatz zu ihren männlichen Kollegen immer noch deutlich unterrepräsentiert. Eine dieser Frauen ist die Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie, die Ebersbergerin Doris Rauscher (SPD). Bei ihr bekam die 17-jährige Schülerin des Max-Mannheimer-Gymnasiums Grafing Amelie Schrenk aus Aßling die Möglichkeit, eine Woche lang hinter die Kulissen des bayerischen Landtags und die politischen Tätigkeiten einer Landtagsabgeordneten zu schauen. „Auf die Idee gekommen bin ich einerseits aus politischem Interesse, andererseits durch die Teilnahme am Mädchenparlament der SPD im vergangenen Jahr, zu dem Doris Rauscher meine Schule eingeladen hatte“, berichtete Amelie Schrenk.

Einstimmung auf spannende Woche

Zur Einstimmung in die spannende Woche nahm die seniorenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Doris Rauscher Schrenk mit zu einer politischen Veranstaltung der Landesseniorenvertretung Bayern, bei der die Schülerin erste Eindrücke sammeln konnte. „In den Folgetagen durfte ich überall mal reinschnuppern: Von den Fraktionssitzungen bis hin zum Arbeitsforum oder der Plenarsitzung war ich überall dabei.“

Kinderkommission besonders interessant

Amelie Schrenk zusammen mit der Ebersberger SPD-Abgeordneten Doris Rauscher (l.) im Landtag.

Besonders interessant fand Schrenk die Kinderkommission, in der über Kinderschutz und Kindeswohlgefährdung beraten wurde. „Ich durfte aber nicht nur bei der Kinderkommission dabei sein, ich konnte auch selbst Recherchearbeiten zum Thema Kindeswohlgefährdung tätigen“, betont die 17-Jährige. „Alles in allem war es eine tolle Erfahrung! Besonders gefreut hat mich, dass trotz des vollen Terminkalenders noch Zeit für ein gemeinsames Mittagessen und andere Gespräche war, bei denen ich Doris Rauscher auch persönlich besser kennenlernen konnte,“ erzählt sie.

Auch Doris Rauscher ist begeistert und freut sich, dass sich junge Menschen, aber vor allem auch junge Frauen für die Politik und die praktischen Abläufe hinter all dem interessieren. „Es freut mich, dass die Woche für Amelie Schrenk gefüllt war mit tollen Erfahrungen, neuen Inspirationen und spannenden Einblicken. Diese ermögliche ich gerne!“

Blick in Abgeordnetenbüro

Während eines fünftägigen Praktikums im CSU-Bürgerbüro hatte auch Fanny Propstmeier vom Grafinger Max-Mannheimer-Gymnasium die Gelegenheit, die Arbeit des Ebersberger Stimmkreisabgeordneten im Landtag, Thomas Huber (CSU) kennenzulernen. Neben der Arbeit im Ebersberger Abgeordnetenbüro konnte die Schülerin der 11. Klasse des Max-Mannheimer-Gymnasiums Grafing auch zwei Arbeits-Tage im Landtag „schnuppern“. Dort durfte sie nach einer langen Führung durch das Maximilianeum Thomas Huber durch seinen Arbeitstag begleiten und ihm über die Schulter schauen.

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Viele Sitzungen und Gremien

„Ich hatte nicht erwartet, dass es so viele verschiedene Sitzungen, Gremien und Besprechungen im gesamten Parlament gibt“, berichtet Fanny Propstmeier. Die Abgeordneten berieten über zahlreiche Themen in den Arbeitskreisen und Ausschüssen und in der Fraktion, anschließend wurde im Plenum diskutiert. „Es ist sehr schwierig, die verschiedenen Meinungen und Ansichten der Parteien unter einen Hut zu bringen. Aber alle anwesenden Politiker haben versucht, eine Lösung zu finden.“ So wurde zum Beispiel über die Autismus-Strategie des Freistaats Bayern oder über die notwendigen Änderungen in der Erzieherinnen-Ausbildung debattiert, deren Modernisierung Thomas Huber initiiert hat. Auch im Ausschuss für Arbeit und Soziales, Jugend und Familie, dem Huber stellvertretend vorsitzt, konnte die Schülerin die Anträge und Petitionen verfolgen, über die dann debattiert wurde. „Es ist sehr schön zu sehen, dass die Anliegen der Bürger ernst- und wahrgenommen werden und dass auch stets nach einer Lösung gesucht wird“, lobt die Schülerin den Einsatz Hubers gerade im Sozialbereich. Im Ebersberger Abgeordnetenbüro konnte Fanny Propstmeier auch hinter die Kulissen schauen, etwa wie die zahlreichen Termine geplant, die Sitzungen vorbereitet werden und welche Arbeit auch im Landkreis selbst anfällt. „Man sieht immer nur die Ergebnisse der Abstimmungen in den Nachrichten; es war sehr interessant auch etwas über die Arbeit im Hintergrund zu erfahren.“ Später im Bereich Politik zu arbeiten, kann sich die Schülerin sehr gut vorstellen. ez

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