Links am Zaun soll die Parksituation in der Straße am Stadion verbessert werden. Das hat der Grafinger Bauausschuss beschlossen. Einen ersten Entwurf gibt es schon. Foto: sro

Definitiv kein Schleichweg

Grafing - Am Stadion in Grafing sollen neue Parkplätze entstehen. Außerdem ist eine Verbesserung für Fußgänger und Radfahrer geplant.

Der Verkehr in der Stadionstraße in Grafing ist die meiste Zeit des Jahres recht überschaubar. Knifflig wird die Parkplatzsuche nur dann, wenn Sportveranstaltungen anstehen oder das Wetter in den Sommermonaten zum Besuch des Freibades animiert. Dann wird es aber schlagartig eng und für Rettungsdienst und Feuerwehr nicht unbedenklich.

Dazu kommt, dass die Stadt hier eine neue Kindertagesstätte errichten will, die für zusätzlichen „Lieferverkehr“ sorgen wird. In der jüngsten Sitzung des Grafinger Bauausschusses wurde vorgestellt, wie das alles unter einen Hut gebracht werden könnte.

Erneuert wurde dabei die Forderung, dass es von der künftigen Ostumfahrung keine durchgehende Anbindung an die Straße zum Eisstadion geben soll. Damit wäre nämlich ein „Schleichweg“ programmiert in ein Quartier, in dem sich Grund- und Mittelschule befinden und später auch eine Kindertagesstätte. Da will das Gremium auf keinen Fall einen zusätzlichen Verkehr ermöglichen.

Einen neuen Parkplatz, etwa auf Höhe des jetzigen Bolzplatzes, wird es trotzdem geben und er wird ausschließlich über die neue Umfahrung erreichbar sein, vor allem für die Fan-Busse bei Eishockeyspielen.

Bei der Vorstellung der Pläne hatte Sebastian Neudecker vom Planungsverband eine Überraschung für den Bauausschuss: Es steht so viel Grund zur Verfügung, dass die Straße einheitlich 5,50 Meter breit ausgebaut und noch mit einem durchgehenden Geh- und Radweg versehen werden kann. Dabei werden am Zaun des nahen TSV-Sportgeländes zusätzlich Längsparkplätze ausgewiesen. Für die Parkplätze am Stadion werden die dort vor 20 Jahre gepflanzten Birken weichen müssen. „Die zu erhalten steht in keinem Verhältnis zum Aufwand“, sagte Neudecker.

Wolfgang Huber (Grüne) machte den Vorschlag, mit dem Bau der überdachten Radlständer vor dem Eingang zum Schwimmbad möglichst bald zu beginnen. Dem konnte sich die Mehrheit des Gremiums nicht anschließen. Ratskollege Ernst Böhm (SPD) gab zu bedenken, ob eine Überdachung der Radlständer am Schwimmbad Sinn hat, denn die Kinder würden nur bei schönem Wetter zum Baden fahren. Auf Basis der Planskizze soll jetzt ein Entwurf angefertigt werden, beschloss der Bauausschuss einstimmig.

Von Michael Seeholzer

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