Asylbewerber

Grafing entscheidet über neues Flüchtlingsheim

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Grafing - Die Kommune will die Einrichtung zwischen der Glonner und der Aiblinger Straße selbst bauen, die dann von der Regierung von Oberbayern angemietet wird.

Als sich die Stadt Grafing nach der Bauchlandung in der Wolfschlucht auf die Suche nach einem neuen Einheimischenbaugebiet machte, fiel die Wahl auf das Gebiet südlich des Aldi-Marktes, zwischen der Glonner und der Aiblinger Straße. Entstehen sollen hier Reihenhäuser, Doppelhäuser und Richtung des bestehenden Marktes zusätzlich auch Geschosswohnungsbau. Diese Variante bekam im Stadtrat grünes Licht.

Fehler der Vergangenheit sollen vermieden werden

Der Fehler, den die Stadträte in der Wolfschlucht mit den zu großen und zu teuren Grundstücken gemacht hatte, sollte sich an der Aiblinger Straße nicht wiederholen. „Wir haben in der Bauleitplanung beschlossen, auf kleinere Grundstücke zu achten“, sagte Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) damals in der Debatte. Zum Zeitpunkt dieses Beschlusses war noch nicht die Rede davon, dass in unmittelbarer Nähe zu dem neuen Baugebiet ein großes Asylbewerberheim errichtet werden würde. Davon wird aber am heutigen Dienstagabend im Stadtrat die Rede sein. 

Das Flüchtlingsheim soll nach dem Wunsch der Regierung von Oberbayern lieber größer als kleiner ausfallen. Und es wird möglicherweise nicht beim Wunsch bleiben. Denn die Regierung soll das Gebäude mieten und hat in einem Vorgespräch schon einmal deutlich gemacht, ab welcher Größe für sie so ein Bauvorhaben überhaupt erst einen Sinn macht. Im Gespräch sind derzeit Unterbringungsmöglichkeiten für über 200 Flüchtlinge. Die Stadt Grafing wird das Gebäude errichten, die Regierung von Oberbayern wird das Haus mieten. „Das sind sozusagen rentierliche Schulden“, meinte Bürgermeisterin Angelika Obermayr im Gespräch mit derEbersberger Zeitung zur Finanzierung des Vorhabens.

Andere Situation als beim gescheiterten Vorhaben in der Mühlenstraße

Die Situation ist grundsätzlich anders, als die beim gescheiterten Vorhaben zur Errichtung einer Flüchtlingsunterkunft in der Mühlenstraße. Der Bauwerber hatte seinen Antrag aufgrund des massiven Anliegerprotestes dort zurückgezogen. Vorgestellt wurde das Projekt im Bauausschuss aber trotzdem. An der Aiblinger Straße ist die Lage genau umgekehrt. Sollte es der Stadt tatsächlich gelingen, das Flüchtlingsheim innerhalb eines Jahres zu errichten, würde die Wohnbebauung danach erst entstehen. Die künftigen Anlieger würden nicht von einer Entwicklung überrascht, sondern wüssten von vorneherein Bescheid.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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