Die Abrissarbeiten sind in vollem Gang. Hier wird ein neues Stadtquartier entstehen, mit Wohnungen und Geschäften. Foto: Stefan Rossmann

Grafing gibt Visitenkarte ab

Grafing - Auf dem alten Wildbräugelände entsteht ein neues Wohnviertel mit Geschäften und einer Tiefgarage, die fast wie ein Parkhaus aussieht.

Man glaubt es kaum, wenn man sich momentan das im Abriss befindliche alte Brauereigebäude ansieht. Aber hier soll einmal die „Visitenkarte“ von Grafing entstehen. Jedenfalls hat das der Städteplaner Klaus Immich im Stadtrat so formuliert, als er sein Modell für das Quartier vorstellte: Ein kleiner Platz mit einem Café oder einem anderen Gastrobetrieb soll zum Verweilen einladen, im Erdgeschoss sollen entlang der Rotter Straße Ladengeschäfte unterkommen, auf dem Gelände, unter dem sich die alten Lagerkeller und Tonnengewölbe der Brauerei Wildbräu befinden, soll massiver Geschosswohnungsbau entstehen. Momentan jedoch sind erst einmal die Abrissarbeiten in vollem Gang.

Wenn alles fertig ist, soll straßenbegleitend zur Rotter Straße hin ein langer Gebäudekomplex stehen, der in der Mitte einen leichten Knick und dort gegenüber des Kirchenplatzes einen Arkadendurchgang aufweisen wird. Auf dem Geländeinneren sind dann drei Gebäudestangen platziert, jeweils mit drei Vollgeschossen. Das ganze Areal hat eine Fläche von 6500 Quadtratmetern und soll auch eine geräumige Tiefgarage erhalten. In der jüngsten Stadtratssitzung gab Bürgermeistern Angelika Obermayr (Grüne) dazu ein interessantes Detail bekannt. Die Stadt Grafing wird in dieser Tiefgarage nämlich 50 Stellplätze erwerben - nicht einmal einen Steinwurf weit von der Stelle, an der ein Parkhausbau scheiterte, dem sich ein Bürgerentscheid in den Weg gestellt hatte. Platzbedarf gibt es aber offensichtlich. Die Stadt sammelte weiter Mittel aus der Parkplatzabgabe und verwendet sie für den Kauf dieser Stellflächen. Im Stadtrat gab’s dazu keinen einzigen Redebeitrag mehr. Michael Seeholzer

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