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Vorläufig geschlossen: Das Grafinger Jugendzentrum „Jig“ ist zu. Der Grund sind Probleme mit Wasser und Heizung.

Wasser eingefroren, Heizung kalt

Grafinger Jugendinitiative „Jig“ muss weichen

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Das Ringen um die Zukunft des alten Schulhauses an der Rotter Straße in Grafing gehört sicher nicht zu den Ruhmesblättern des Stadtrates. Als das Gebäude wegen nicht erfüllter Brandschutzauflagen teilgeschlossen wurde, hing das künftige Schicksal jahrelang in der Luft. Hartnäckig hielt sich lediglich die Grafinger Jugendinitiative „Jig“, die im Erdgeschoss ihren Treffpunkt betreibt. Doch auch damit ist jetzt Schluss. Schuld ist die extrem kalte Witterung der vergangenen Wochen und Tage.

Grafing– „Das Jig muss aufgrund diverser Leitungsprobleme mit Heizung und Wasser aus der Rotter Straße raus“, bedauerte am Montag Bürgermeisterin Angelika Obermayr gegenüber der Ebersberger Zeitung. Bedeutet das das „Aus“ für die bewährte Grafinger Initiative? Gottseidank nicht.

Zusammen mit dem Jig-Vorstand habe sich die Stadtverwaltung „in einem sehr offenen und vertrauensvollen Gespräch“ dazu entschlossen, „den Umzug in das Kirmair-Lagerhaus“ vorzubereiten. Geplant ist hier der Umbau zu einem Treffpunkt von ca. 60 Quadratmetern mit Küche und Theke. Der Ausgang soll nach Norden führen, so dass der Lärmschutz für die Anwohner weitgehend gewährleistet ist, die ohnehin vom Bahnlärm schon belastet sind. „Das Jig entscheidet noch in einer Vollversammlung über den Umzug. Wenn die Entscheidung der Jugendinitiative steht, fasst die Stadt einen Maßnahmenbeschluss und entscheidet dann über den eigenen Bauantrag zum Umbau des Kellergeschosses im Kirmaier-Lagerhaus“, kündigte Obermayr einen möglichen Lösungsweg an.

Nichts ist so dauerhaft wie ein Provisorium. Das weiß auch die Stadtverwaltung. Obermayr sagt deshalb vorsorglich: „Sorge besteht natürlich, ob das Jig nach der Sanierung des Gebäudes Rotterstraße wieder in die alten Räume zurückdarf. Dies ist aber durch einen Stadtratsbeschluss vom September letzten Jahres abgesichert.“

Wie berichtet, hatte sich der Stadtrat in seiner Sitzung Ende September doch dazu durchringen können, das alte Haus nach achtjähriger Planungszeit einer Mischlösung zuzuführen.

Das Erdgeschoss wird demnach Vereinen und Kultur eine Heimat geben, der erste und zweite Stock soll Asylbewerberunterkünften und sozialem Wohnen gewidmet werden. So hat es der Stadtrat beschlossen. Vor fast zehn Jahren hatten sich die Türen im Gebäude in der Rotter Straße 8 in Grafing geschlossen.

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