+
Mit strahlenden Gesichtern gehen diese jungen Frauen zur Bühne, um ihr Abi-Zeugnis in Empfang zu nehmen. 

Abi-Feier in Grafing

Lernen, Leberkäse und literweise Bier

  • schließen

Die Erleichterung über den erfolgreich abgeschlossenen Lebensabschnitt war förmlich greifbar am Freitagnachmittag in der Grafinger Stadthalle. Die Absolventen des diesjährigen Abiturjahrganges hatten auch allen Grund zur Freude, jetzt warten statt des strapaziösen Schulalltags Ferien, Pause, Praktika oder wenigstens ein freiwilliges soziales Jahr auf sie.

Grafing – Marc Schuster und Meike Burger, die Oberstufenkoordinatoren, begrüßten die Gäste. Die Schüler hätten sich durch ein Höchstmaß an Toleranz ausgezeichnet, fanden sie in der Rückschau. Das sei eine Eigenschaft, die in Zukunft in der Gesellschaft sehr wichtig werde.

„Verstanden, bestanden, überstanden“, fasste die stellvertretende Landrätin Waltraud Gruber die Stimmung der Absolventen treffend zusammen. Die Schüler hätten gemeinsam mit ihren Eltern und Lehrkräften eine Etappe geschafft. „Hört auf eure Träume“, gab sie den jungen Erwachsenen auf den weiteren Lebensweg als Rat mit.

Sebastian Peschel und Luis Schoppick blickten auf ihre Schulzeit zurück, die auch von preisgünstigen Gewürzschnecken, lustigen Pannen, aufregenden Experimenten und Großbaustellen, sowie der Terrorherrschaft der Kurzarbeiten oder den „vernichtenden Jahrgangsstufentests“ geprägt gewesen sei. Oberstufe sei manchmal „Lernen, Leberkäse und literweise Bier“. Der Großteil habe es geschafft, „es waren zwölf prägende Jahre“, meinte Peschel und dankte auch der Metzgerei Heimann auf seinem Schulweg. „Wo soll man sonst nach einer verhauten Klausur hingehen?“, meinte er.

Den musikalischen Part der Zeugnisverleihung gestalteten der Lehrerchor unter Leitung von Simone Suski, die Bigband unter Leitung von Schulleiter Paul Schötz (Solo Romina Retterath) sowie der Große Chor und Abiturienten selbst. Die erfolgreichste Variante zu lernen, sei es wohl, aus eigenen Fehlern zu lernen, meinte Stefan Klopfer, der Vorsitzende des Elternbeirates, und wünschte den Abiturienten einen guten Start in ihren neuen Lebensabschnitt.

„Viele haben so viele Hürden übersprungen, manche auf den letzten Metern“, beglückwünschte Schulleiter Schötz die Absolventen zu ihrer Leistung. Der gemeinsame Weg der Schüler verzweige sich jetzt, was Schötz dazu animierte, seine Schule mit einem Garten zu vergleichen, in dem die Schüler als kleines Pflänzchen ankamen und ihn jetzt hoffentlich als kräftiger und hoch gewachsener Baum verlassen.

„Manche müssen noch nachreifen“, aber da sei die Schule nicht mehr zuständig.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Markt Schwabener Wärmeversorger öffnet Bücher
Jeder Interessent erhält ab sofort Einblick in die geprüften Jahresabrechnungen des Markt Schwabener Kommunalunternehems KUMS.
Markt Schwabener Wärmeversorger öffnet Bücher
Jakob Kilian aus Hohenthann
Zuwachs in Hohenthann: Jaqueline Jaksch und Markus Wachter freuen sich riesig. Nach Daniela und Anton ist Jakob Kilian in die Familie gekommen. Der Bub hat am 15. April …
Jakob Kilian aus Hohenthann
90 000 Liter Apfelsaft in 30 Tagen - Wie das überhaupt zu schaffen war
Alles gut gelaufen - im abgelaufenen Gartler-Jahr. Aber viel Arbeit war es auch, blickten die Ebersberger zurück.
90 000 Liter Apfelsaft in 30 Tagen - Wie das überhaupt zu schaffen war
Klettern ab 1. Mai wieder möglich
Nach vierstündigen Gesprächen ist eine Lösung gefunden worden. Der Alpenverein kann die Kletteranlage in Markt Schwaben in Teilen wieder benutzen.
Klettern ab 1. Mai wieder möglich

Kommentare