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Die drei Stars der Eberhofer-Krimis: Simon Schwarz, Rita Falk und Sebastian Bezzel (von links) am Montag in Grafing. Der neue Heimatkrimi „Leberkäsjunkie“ feierte am 1. August Premiere.

Neuer Eberhofer-Krimi

Grafing: Promi-Alarm und Leberkäsjunkies

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„Leberkäsjunkies“-Stars Sebastian Bezzel und Simon Schwarz sowie Rita Falk im Capitol-Kino in Grafing zu Besuch. Über das Brät, Heizungspfuscher und Senf-Orden.

Grafing– Leberkäsgeruch vorm Kinosaal, rund 100 wartende Filmfans, Blitzlichter: Promi-Alarm am Grafinger Capitol-Kino! Am Montag kamen die Hauptdarsteller des neuen Eberhofer-Krimis „Leberkäsjunkie“. Franz Eberhofer-Darsteller Sebastian Bezzel, Simon Schwarz sowie die Autorin der Krimi-Reihe Rita Falk machten Fotos mit Fans und gaben Autogramme.

Leberkäs-Carpaccio

Montagabend, 17 Uhr. Die Eberhofer-Fangemeinde wartet gespannt auf ihre Heimatkrimi-Helden. Es gibt Bier und Semmeln mit dünn geschnittenem Leberkäsbrät. „Das ist eher ein Leberkäs-Carpaccio“, witzelt Marc Reichhart, 46, aus Aßling. Für 50 Cent pro Semmel könne er aber nicht meckern.

Die Filme erzählen Geschichten aus dem wahren Leben

Er und seine Frau Manuela sind echte Eberhofer-Fans. Erst vor Kurzem waren sie mit den Motorrädern im niederbayerischen Frontenhausen, Drehort der Filme und Pilgerstätte vieler Verehrer. „Die Boazn, Metzgerei, der Kreisel – schaut alles aus wie im Film“, sagt der Aßlinger. Ganze Reisebusse mit Heimatkrimi-Anhängern hätten dort gehalten. Für Marc Reichhart absolut verständlich: Die Filme erzählen Geschichten aus dem wahren Leben. Er selbst hat eine Sanitärfirma. Seine berufliche Entsprechung findet sich in den Eberhofer-Filmen im Heizungspfuscher-Charakter Ignaz Flötzinger. Mit ihm könne er sich total identifizieren.

Wahre Sanitärsgeschichten: Manuela und Marc Reichhart sind Fans von Film-Heizungspfuscher Flötzinger.

220 000 Menschen hätten den Streifen seit Filmstart am vergangenen Donnerstag gesehen

Grafing ist eine von 29 Stationen der Kinotour der Schauspieler und Autorin, sagt Kinopromotorin Katharina Phebey. Heutzutage müssten Cineasten schon was machen, um Kinosäle zu füllen. Dazu gehöre eben auch die Eventisierung von Kinovorführungen. „Leberkäsjunkie“ laufe hauptsächlich in Bayern, komme aber immer weiter „über den Weißwurst-Äquator hinaus“. 220 000 Menschen hätten den Streifen seit Filmstart am vergangenen Donnerstag gesehen. Der bisher erfolgreichste Eberhofer-Start.

Video: „Leberkäsjunkie“-Stars

Sebastian Bezzel, Simon Schwarz und Rita Falk im Capitol Grafing zu Besuch. Dafür gibt's Applaus.

„Das ist der bayerische Senforden“

Unter den Wartenden ist auch Bundestagsabgeordneter Andreas Lenz, mit Leberkässemmerl in der Hand. In Berlin gibt es sie nicht, sagt der Politiker. Ein paar Meter weiter steht Martina Magyari. Um ihren Hals trägt sie eine kleine Packung Händlmaier-Senf. Ungewöhnlicher Schmuck. „Das ist der bayerische Senf-Orden“, erklärt die Aßlingerin. Diesen möchte Magyari mit ihren Freundinnen den Schauspielern verleihen. Wie auch immer, sie lieben die Eberhofer-Filme.

Mit Smartphones und Autogrammkarten warteten Heimatkrimi-Fans auf die Schauspieler und Autorin.

Heike Rechl hält sich im Hintergrund. Sie ist gekommen, weil sie Sebastian Bezzel wiedersehen will. „Vor einigen Jahren ist er zu mir in die Metzgerei in Grafing gekommen und hat eine Leberkässemmel mit viel Senf bestellt. Ich habe ihn gar nicht erkannt“, sagt Rechl. Erst am Nachmittag hatte sie ihn im Fernsehen gesehen. Leberkäs, Eberhofer, Grafing – einen besseren Moment für ein zweites Treffen gibt es wohl nicht, sagt Rechl.

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Drei offizielle Leberkäsjunkie-Autos

Und dann ist es soweit. Drei offizielle Leberkäsjunkie-Autos in Form von schwarzen Limousinen fahren vor. Die Schauspieler und Autorin machen Fotos mit den Anhängern, einer nach dem anderen, eine Stunde lang. Dann geht’s ins Kino. Unter tosendem Jubel laufen Bezzel und Schwarz in den Kinosaal ein. Kurzes Dampfgeplauder, den Leuten gefällt’s, dann fahren sie weiter nach Rosenheim ins nächste Kino. Die Zuschauer in Grafing schauen sich den Krimi an.

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Schauspieler Bezzel mag keinen Senf

Übrigens: Dass er damals die Leberkässemmel bei Heike Rechl gekauft hatte, „kann eigentlich nicht sein“, sagt Sebastian Bezzel. Er erinnert sich zwar an eine Metzgerei. Die Leberkässemmel könne er aber nicht bestellt haben. Er mag nämlich keinen Senf.

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