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Angelika Obermayr (im Hintergrund) gegen Christian Bauer. Hier warten sie auf die Ergebnisse. 

Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl Grafing: Angelika Obermayr gegen Christian Bauer

  • Michael Seeholzer
    vonMichael Seeholzer
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Nach Kommunalwahl am 15. März in Grafing: Angelika Obermayr (Grüne) tritt noch einmal gegen Christian Bauer (CSU) an. 

Grafing – In Grafing wird es um das Amt des Bürgermeisters eine Stichwahl geben. Das ist das Ergebnis des Urnengangs am Sonntag. Die amtierende Bürgermeisterin Angelika Obermayr (Grüne) konnte sich mit 44 Prozent den größten Stimmenanteil vor ihrem Herausforderer Christian Bauer (CSU) sichern, der 42,9 % holte. Für eine absolute Mehrheit reichte es beiden nicht. Der Kandidat der SPD, Christian Kerschner-Gehrling, brachte es auf 5,9 Prozent Stimmenanteil, Claus Eimer von der FDP auf 3,8 und Walter Schmidtke (BP) auf nur 3,4 Prozent.

Obermayr: „44 Prozent sind eine gute Ausgangslage für die Stichwahl“

„44 Prozent sind eine gute Ausgangslage für die Stichwahl“, meinte Obermayr nach einer spannenden Stimmenauszählung, in der sie am Anfang sogar wie eine knappe Siegerin aussah. Dann aber entwickelte sich mit der Auszählung der Briefwählerstimmen ein Kopf-an-Kopf-Rennen, bei dem bis zum letzten Stimmbezirk offen bliebt, wer die einfache Mehrheit haben würde. Zum Ende hatte die amtierende Bürgermeisterin das bessere Ergebnis. „Jetzt geht es darum, die Wähler zu mobilisieren“, meinte Bauer, der keine Angst davor hat, dass die drei unterlegenen Mitbewerber von SPD, FDP und Bayernpartei über eine Wahlempfehlung versuchen könnten, noch Einfluss auf die anstehende Stichwahl auszuüben. „Die Leute haben ihre eigene Meinung und werden sich nicht vorschreiben lassen, wen sie zu wählen haben“, sagte Bauer unmittelbar nach Bekanntgabe des Ergebnisses.

Kerschner-Gehrling: „Habe mir mehr Prozentpunkte gewünscht“

„Ich würde mir wünschen, dass alle Bürgermeisterkandidaten in den Stadtrat kommen, weil ich finde, dass sie sehr gut gearbeitet haben“, meinte Obermayr, „44 Prozent ist für eine grüne Frau sehr gut“, fand sie und meinte: „Ich bin stolz auf mein Team.“

„Ich gebe schon zu, dass ich mir ein paar Prozentpunkte mehr gewünscht hätte“, zeigte Kerschner-Gehrling Anzeichen der Enttäuschung. „Für die Stichwahl könnte es eine Aussage geben, ich verspreche aber nicht, eine zu machen.“

„Ich bin überrascht, dass der Trend zu den größeren Parteien ging, Ich hätte mir mehr Protestwähler erwartet“, war auch Claus Eimer von der FDP mit seinem mageren Ergebnis nicht zufrieden. Er werde versuchen, „im Rahmen einer Wahlempfehlung“ das eine oder andere Ziel noch durchzubringen. „Wir werden uns deswegen mit den Stichwahlkandidaten besprechen“, kündigte Eimer an.

„Der letzte Platz ist nicht das, was ich mir erwartet hätte“, sagt Walter Schmidtke (Bayernpartei)

„Der letzte Platz ist nicht das, was ich mir erwartet hätte“, machte Walter Schmidtke von der Bayernpartei keinen Hehl daraus, dass seine Ziele vor der Wahl anders ausgesehen hatten. „Unser Schwerpunkt war, in den Stadtrat zu kommen“, meinte er, ohne das Endergebnis abzuwarten. „Im Kegelkeller wartet ein Schweinsbraten auf mich.“

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