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Berufsfachschule und Gymnasium: Ebersberger Landrat nennt „sportliche“ Ziele

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Von: Robert Langer

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Eine Kinderpflegerin malt mit zwei Kindern. In den Einrichtungen fehlt Personal. dpa
Eine Kinderpflegerin malt mit zwei Kindern. In den Einrichtungen fehlt Personal. dpa © dpa

Eine neue Berufsfachschule für Kinderpflege im Landkreis, der Neubau des Gymnasiums Poing und die Erweiterung des Gymnasiums Kirchseeon sollen in Angriff genommen werden. Das kündigte Landrat Robert Niedergesäß am Dienstag, 18. Januar, an.

Landkreis – Im September 2023 soll die neue staatliche Berufsfachschule für Kinderpflege im Landkreis Ebersberg den Betrieb aufnehmen. Sachaufwandsträger ist der Landkreis, für das Personal sorgt der Freistaat. Das kündigte Landrat Robert Niedergesäß (CSU) gegenüber unserer Zeitung am Dienstag an und nannte das Ziel „sportlich“. „Ein ehrgeiziges Ziel. Aber es ist machbar.“ Bis jetzt steht jedoch noch kein Standort fest.

Klar ist nur, dass die Einrichtung, ursprünglich vorgesehen zusammen mit der geplanten Berufsschule in Grafing-Bahnhof, wohl unabhängig von diesem Vorhaben schon vorab errichtet werden könnte. Früher war in den Planungen von einer Schülerzahl von insgesamt rund 100 die Rede. Jetzt ist das Ziel, anfangs mit zwei Klassen zu starten. Es könnten auch vorübergehen „Vorläuferklassen“ gebildet werden. Dazu sei kein eigenes Schulgebäude notwendig. Niedergesäß sprach auch von „zeitlich entkoppeln“.

Entscheidung Berufsschule oder Gymnasium noch vor der Sommerpause

Grundsätzlich wurde die Genehmigung der Kinderpflegeschule bereits Anfang Dezember vergangenen Jahres bekannt gegeben, als eine „weitere attraktive und wohnortnahe Ausbildungsmöglichkeit“. Klar ist auch, dass in den Kindertagesstätten nicht nur im Landkreis Personal fehlt. „Wir freuen uns nicht zuletzt deshalb besonders über diese Genehmigung, weil sie ein erster Baustein und ein weiteres positives Signal für das geplante Berufsschulzentrum in unserem Landkreis ist“, hatte Niedergesäß damals frohlockt.

In die Debatte um andere Schulen des Landkreises kommt ebenfalls Bewegung. Mit den Sitzungen der zuständigen Ausschüsse des Kreistags im März sollen Machbarkeitsstudien für den Neubau des Gymnasiums Poing und die Erweiterung des Gymnasiums Kirchseeon auf den Weg gebracht werden. Eine Entscheidung, ob zuerst die Berufsschule in Grafing-Bahnhof oder das Gymnasium in Poing gebaut wird, soll nach dem Wunsch von Niedergesäß noch vor der Sommerpause fallen. Beide Projekt gleichzeitig sind wohl aus finanziellen Gründen nicht möglich. Mehr Klarheit solle es spätestens zu den Haushaltsdebatten 2023 im Herbst geben, so Kreisfinanzchefin Brigitte Keller. Die Entscheidungen zum Gymnasium Kirchseeon, das als G 8-Einrichtung geplant wurde und als neunstufige Schule geführt werden soll, seien von der Abwägung Grafing/Poing unabhängig, hieß es am Dienstag.

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